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Uncharted 4: A Thief’s End – Hype

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Nathan Drake und seine Kumpanen holen wohl möglich zum letzten Schlag aus. Fällt mir ehrlich gesagt schwer nach dem ersten Satz mit Vorfreude und Begeisterung weiterzuschreiben. Aber so ganz werde ich das Gefühl nicht unterdrücken können. Denn die Uncharted-Reihe hat auf der PlayStation 3 Millionen von Spielern begeistern können und so auch mich. Genregrößen wie Lara Croft oder Leinwandhelden alá Indiana Jones ließ er im Nu verblassen und auch verdammt alt aussehen. In Drake’s Fortune auf den Spuren der Goldenen Stadt, El Dorado. Noch weitaus imposanter war es in Among Thieves das Königreich Shambhala zu finden. Und im bisher letzten Teil, Drake’s Deception wurde es um einiges trockener, denn die untergegangene Stadt Iram sollte ihre Existenz preisgeben. Über den Ableger für die PS Vita, Uncharted: Golden Abyss, werde ich mich komplett enthalten, da ich weder das eine, noch das andere je in Besitz hatte. Man möge mir verzeihen. Sofern ihr also erst mit der neuen Generation zur oder zurück zur PlayStation gefunden habt, tut euch einen gefallen und kauft euch die kürzlich erschienene Nathan Drake Collection (beinhaltet Teil 1-3) bei eurem (Online-)Händler des Vertrauens. Die Stunden lohnen sich. Ich möchte darauf hinweisen, das ab jetzt Spoiler enthalten sind. Gerade die Trailer sind mit Vorsicht zu genießen und auch mögliche Hinweise zur Story sind vorhanden. Daher – Achtung! Weiter im Text.

Und auch wenn ich merke wie fantastisch das alles war und ich mir die Erinnerungen zu den bisher gespielten Teilen zurück ins Gedächtnis hole, heißt es Abschied nehmen. Danke Nate, Sully und Elena. Auf der einen Seite die einzig richtige Entscheidung von Naughty Dog ein würdiges Ende mit der Serie zu finden. Auf der anderen Seite wird jeder die innere Leere kennen, sobald eine liebgewonnene Geschichte endet. Definitiv first world problems. Und weil es so herrliche Probleme sind – feuert aus allen Rohren. Lasst Nate von Klippen zu Hausdächern springen. Mir soll die Kinnlade auf den Tisch knallen. Das Magazin soll er leer feuern und den Rest mit Fäusten klären. Von brennenden Motorhauben aufs Motorrad springen und den Schwung der Explosion grinsend mitnehmen. Ich will riesengroße Skulpturen und mysteriöse Bauten sehen. Rätseleinlagen die ich nicht gleich beim ersten Mal meister. Schließlich heißt die Kategorie HYPE und nicht Wehmut oder Betrübtheit.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=sB0xy74Zrj8

Und eigentlich will Nate selbst gar nichts mehr mit all dem am Hut haben. Denn seine Ehefrau Elena und er leben mittlerweile zurückgezogen und beide haben der Jagd nach Schätzen abgeschworen. Ja, Friede Freude Eierkuchen. „Liebe, Liebe, Liebelei. Tanze Samba mit mir, Samba die ganze Nacht.“ Wäre da nicht plötzlich der tot geglaubte Bruder Sam auf der Matte, der einer gewissen Verschwörung rund um die verschollene Piratenkolonie Libertatia und einem mysteriösen Artefakt von Henry Every auf der Spur ist. Eh. Wie? Was und wer? Ich versuche ein wenig zu helfen:

Libertatia (Libertalia) – Charles Johnson war seiner Zeit Autor. 1728 erzählte er „Eine allgemeine Geschichte der Räubereien und Morde der berüchtigsten Piraten“. Dieses Werk beeinflusste maßgeblich das populäre Bild des Piraten, so wie wir ihn heute meinen zu kennen. Zudem gilt das Werk als meist genannte Quelle bei Biographien vieler zeitgenössischer Piraten. Und auf diesen bedruckten Seiten spricht er unter anderem von Libertatia. Eine utopische Republik in Madagaskar, in der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit herrschte. Die Monarchie, welche zu der Zeit die vorherrschende Staatsform war, lehnte die Republik strikt ab. In wie weit die Erzählungen rund um Libertatia korrekt sind, weiß eigentlich niemand. Große Piratenmuseen wie das in Antananarivo (Madagaskar) beteuern die Existenz. Es könnte aber auch nur ein als Piratengeschichte getarntes politisches Essay darstellen.

Henry Every (Henry Avery oder Evory) – im Grunde nur ein Name von vielen die er sich selbst gab. Seinerzeit ein wohl großer Kapitän, der unter der englischen Flagge segelte. Im Juni 1694 führte er eine Meuterei an und der übrig gebliebene Teil der Crew wählte ihn zum Anführer. In den folgenden beiden Jahren wurde die Flotte, nun als Pirat unterwegs, größer und zahlreicher. Schiffe wurden bei Schlachten verloren und am Ende tauchte er unter. Sichere Angaben wohin er verschwand gibt es nicht. Sein Todestag wird mit „nach Oktober 1696“ angegeben. Viel älter als 43 Jahre wird er nicht geworden sein.

Das in kurz. In welchem Zusammenhang die beiden Geschichten stehen, wird uns Naughty Dog mit A Thief’s End erzählen. Und wie es so ist, kann Nate seinem Bruder die Bitte um Hilfe und Unterstützung nicht abschlagen. Also ziehen die beiden los und versuchen die vielen Fragezeichen hinter den Geschichten zu lüften. Und wie das so ist, wenn was so ist, dann kommt das eine zum anderen und in dem Fall kommen sich die beiden Drake’s mit Nadine Ross, Besitzerin einer südafrikanischen Sicherheitsfirma und dem Schatzjäger Rate Adler in die Quere. Klingt ganz danach, als würden die vier furchtbar dicke Freunde werden.

Naughty Dog selbst beschreibt die Handlung als „bisher größte Abenteuer, das Nathan Drake physischen Grenzen und seine Entschlossenheit auf die Probe stellen wird und schließlich auch, was er bereit ist zu opfern, um jene zu retten, die er liebt.“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=BD9dJZ6Dgx4

Seit nunmehr fast 5 Jahren warten die Fans auf einen Nachfolger, wobei erst seit November 2013 bekannt ist, das definitiv noch ein Teil folgt. Hat das Warten nicht erleichtert und auch die Umstände während der Entwicklung sorgten kurzzeitig für Stirnrunzeln. Im März 2014 wurde bekannt das die Autorin der Serie, Amy Hennig, und der leitende Entwickler Justin Richmond Naughty Dog verlassen. Böse Zungen kamen auf und sorgten wenige Monate für etwas Unruhe, die der Entwickler selbst im Keim ersticken konnte. Denn die Damen und Herren aus Santa Monica wären nicht die Firma mit der Hundepfote als Logo, wäre keine Kompetenz vorhanden. Und das in allen Abteilungen. So übernahmen Neil Druckmann und Bruce Straley, die Entwickler hinter „The Last of Us“, das laufende Projekt. Es ist mittlerweile bekannt das der Wechsel des Teams bedingte weitreichende Änderungen in der Handlung und der Ausrichtung des Spielprinzips zur Folge hatte. In welchem Maße auch immer. So verschob sich der Release um ein weiteres Mal. Uncharted 4: A Thief’s End wird am 27. April 2016 in den Regalen stehen und ich werde diesen Tag entsprechend feiern. Bequem auf dem Sofa und vor mir eine kalte Limonade. Das wird ganz großes Kino. “Y’know, people are always telling me how lucky I am. But the truth is, everything I touch turns to shit.” – Nathan Drake.

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3 comments

  1. Danke für den Artikel, hat mir gut gefallen! UC4 wird eh gekauft!

  2. […] Bereits zum Anfang des Jahres habe ich über meine Vorfreude des angeblich und endgültig letzten Uncharted-Titels geschrieben. Die Wartezeit bis zum Release war trotz Verschiebung auszuhalten … weil ich so die Chance hatte mich perfekt auf Teil vier vorzubereiten. Mit der Nathan Drake Collection warf ich Sony nochmals Geld in den schon vollen Hals und wurde wie schon Jahre zuvor bestens unterhalten. Keine Sekunde wirkte verschwendet oder dröge. Viel mehr war ich von der technischen Umsetzung begeistert. Knackigere Texturen, kein Tearing, verdammt fixe Ladezeiten, bessere Charaktermodelle und vor allem 60fps. Wie auch schon im HYPE Artikel geschrieben – wer noch immer nicht mit Uncharted in Kontakt getreten ist und auf einen passenden Moment wartet – dann spätestens jetzt. Noch länger zu warten wäre eine Beleidigung. Hier geht’s zum Artikel. […]

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