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Destiny Jahr 1 – Rücklickend

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Ein Rückblickend zu Destiny fragt Ihr euch jetzt sicher? Das Spiel, welches vor wenigen Wochen erst ein neues Addon erhalten hat? Ja genau und ich erlaube mir mal kurz euch zu erklären, warum genau das Sinn ergibt.

Destiny erschien im September 2014 und hat seit dem mehr Wandlungen durchgemacht, als jemals ein Spiel zuvor welches ich gespielt habe. Genau das ist der Grund, warum wir ein Rückblickend für sinnvoll halten, denn das was Destiny damals war, ist mittlerweile Schnee von Gestern.

Bevor ich jetzt aber mit meiner persönlichen Reise beginne, möchte ich noch Werbung in eigener Sache machen. Dieses Rückblickend wird nämlich in vier Teile gesplittet. Beginnen werden wir bei der Ursuppe  – Jahr 1. Begleitend zu dieser kleinen Serie, veranstalten wir ein Gewinnspiel, bei dem ihr ein fettes Fanpaket zum Spiel gewinnen könnt. Das einzige was Ihr dafür tun müsst, ist unsere Facebook Seite im Auge behalten.

So, aber nun komme ich mal zu eigentlichen Inhalt:


Meine Reise beginnt im Juni 2014, denn im Zuge der E3 Pressekonferenz von Sony wurde verkündet, dass es zu Destiny eine PlayStation exklusive Alpha geben wird. Ich wusste im Vorfeld natürlich vom Spiel bescheid und wollte unbedingt einmal selbst Hand anlegen. Lange Rede kurzer Sinn, ich habe mir die Alpha geladen, gespielt und es war um mich geschehen. Destiny vereinte alles, was ich jemals von einem Spiel haben wollte: Raumschiffe, cooles Gunplay, Zusammenspiel mit Freunden und eine interessante Story.

Als das Spiel dann im September raus kam, war ich natürlich von Day One an dabei und zusammen mit meinen beiden Kumpels Calle und Uwe stürzte ich mich in das Universum … und war zunächst etwas ernüchtert. Denn das erste was mir aufgefallen war, war dass der Inhalt des ersten Gebietes – die Erde – eins zu eins der Alpha und Beta entsprach. Es gab keine neuen Missionen und keine neuen Geheimnisse. Dieser erste Moment hielt aber nur verdammt kurz an, denn als die Erde als vermeintlich abgeschlossen galt, ging es natürlich auf ferne Planeten, welche noch völlig unerkundet waren.

Der Spielspaß war gigantisch! Wir haben die Story durchgespielt – welche zwar vorhanden ist, aber im Spiel irgendwie nicht so richtig rüberkommt – haben Strikes durchgenudelt und waren stets auf der Jagd nach geilerem und besserem Loot, denn das Gefühl wenn man seinen ersten exotischen Gegenstand bekommt ist unbeschreiblich schön. Besonders wenn man seine Freude mit Freunden teilen darf. Zudem haben wir uns stundenlang vor eine schwarze Höhle gesetzt und massenweise Gegner über den Haufen geschossen, die Rede ist natürlich von der legendären Loot-Höhle. Eine Höhle, welche eine ganze Community kurz in heller Aufruhr versetzte und zum sozialen Treffpunkt aller Art avancierte.

Als wir uns dann gewappnet genug sahen und meinten wir könnten die Welt in Angst und schrecken versetzen, wurde von Bungie auch schon der erste Raid veröffentlicht – Vault of Glass.

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Wer z. B. einen Raid aus WoW kennt, wird sich hier erstmal wundern, denn so richtig wie ein klassischer Raid war das ganze mal so gar nicht aufgezogen. In Destiny ging es seit jeher um die soziale Komponente und so auch in den Raids. Eine Punktgenaue Absprache und Teamplay sind hier höchstes Gebot. Es geht nicht darum, wie viel Schaden man drückte, oder wie viel Heal man seinen Verbündeten pro Sekunde zuwerfen kann, sondern wie gut man kommunizieren kann, wie gut man einander kennt und wie verlässlich man ist, wenn es mal brenzlig wird.

So, da wir damals nur zu dritt waren, mussten noch drei weitere Hüter her, mit denen wir gemeinsam in den Raid ziehen konnten. Nach einigen zufälligen Bekanntschaften war der Wunsch nach einem festen Team natürlich groß und bei meiner Suche stieß ich dann auf den TYPen Alex, der zusammen mit seiner Freundin ebenfalls auf der Suche nach einem festen Team war. Der sechste im Bunde war dann ein gemeinsamer Destinykollege, welcher für den absolut nötigen Ausgleich in unserer Chaotentruppe gesorgt hat. Und so begingen wir Woche um Woche den Raid, spielten abseits davon zusammen, lernten neue Leute kennen, welche wir mit offenen Armen in unserem Clan (Real Sunlight Warriors (Wir sind alle ziemliche Dark Souls Suchties)) aufgenommen haben und hatten vor allem eines: Spaß.

Im Dezember des Jahres kam dann auch schon die erste Erweiterung – Die Dunkelheit lauert und auch hier gingen wieder einige Sonnenaufgänge ins Land. Wir haben prinzipiell dasselbe gemacht, wie vorher auch, aber das war uns Latte, denn Spaß gemacht hat es und mehr zählt nicht.

Ich möchte mich auch gar nicht solange daran aufhalten, denn Jahr 1 endete für mich kurz darauf gar nicht mal so positiv. Erst stiegen meine beiden Kumpels Calle und Uwe aus Destiny aus und dann kam es zu einem privat einscheidendem Erlebnis, welches mich Zeit kostete und Destiny in den Hintergrund rücken lies. Das ganze ist natürlich jetzt kein Problem, welches das Spiel verursacht hat, aber es führte dazu, dass meine Clan-Kollegen weiter gezogen sind – nur halt ohne mich. Ich war verloren in der Milchstraße, der Kontakt zu Alex brach komplett ab, mein selbstgegründeter Clan war Geschichte. Ich pustete noch einmal den Staub von meiner leeren Clan-Seite und zog dann Stumm von dannen, getreu dem Motto: Der letzte macht das Licht aus. Und so warf auch ich das Handtuch und beendete meine Destinykarriere…..

….vorerst.


Alex meint:

Als ich im September 2014 Destiny zum ersten Mal startete, war ich durch die Alpha und Beta schon so gehyped, dass ich direkt um 00:00 Uhr anfing. Aber was mich im folgenden Jahr wirklich erwartete, war schon der Hammer. Ich habe neue Leute kennen gelernt, Freunde gefunden und vor allem eine große Videospielliebe entdeckt. Denn Destiny ist nicht einfach nur ein Videospiel, es ist ein soziales Ereignis. Aber ich fange einfach mal am Anfang an.

Ich habe das Spiel gestartet und mir erst einmal einen neuen Char erstellt – muss man ja. Dies war ein Titan, seine Skilltrees sind der Stürmer und der Verteidiger. Als Stürmer kann man die Chaosfaust nutzten, welche eine Schockwelle auf dem Boden auslöst und als Verteidiger erschafft man für sich und andere eine Schildblase, in welcher man sicher ist vor feindlichem Beschuss. Der Verteidiger wurde jedoch erst mit Level 15 freigeschaltet. Dann ging es los: Es kamen erst einmal ein paar hübsche Cutscenes, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht überspringbar waren, dann ging es ab in die Action und ich sollte erst einmal weglaufen, so fand ich dann auch meine erste Waffe, die Khvostov. Ein Gewehr. Es erinnert an heutige Sturmgewehre, wie man sie aus Battlefield oder anderen Militär-Shootern kennt, jedoch war das Visier gebrochen. Diese Waffe wird später noch eine wichtige Rolle spielen, aber zu diesem Zeitpunkt war sie meine erste Waffe und ich werde sie niemals vergessen. Nach der ersten Mission ging es ab zum Turm, der Social Hub in Destiny, dort trifft man andere Spieler, kauft Waffen und holt verlorene Items ab. Von dort aus habe ich dann unseren blauen Planeten vor vielen dunklen Bedrohungen gerettet – da waren die Vex, so von Hass erfüllt, dass sie sogar das Böse hassten. Oder die Gefallen, welche einfach nur die Schätze unserer Zivilisation plünderten. Aber am schlimmsten ist die Schar, Kreaturen, welche wie Insekten leben und immer als Schwarm auftreten. Als ich diese Bedrohungen endlich beiseite geschafft hatte, hatte ich das maximal Level erreicht und so begann meine Reise erst richtig.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=clRpcIHpmoY

Mit Level 20, dem maximalen Level im 1. Destiny, kam ich nun endlich ins Endgame und das war alleine ziemlich öde, denn ich stand erst einmal gefühlte 20h vor einem Loch und habe Ausrüstung gefarmt – denn man brauchte bessere Ausrüstung, um nach Level 20 weiter Im Level steigen zu können. Also erst einmal angefangen zu Farmen, und eine Woche später nach vielen enttäuschenden Stunden ging endlich das Queen’s Wrath Event los. Das Problem war nur, ich hatte keine Freunde die Destiny spielten, aber die Missionen waren für mich alleine viel zu schwer. Also suchte ich mir neue Leute, welche auch Destiny spielten. Dies tat ich in einem kleinen PlayStation-Forum, in welchem ich auch gleich einige Mitspieler fand. Als dann ein oder zwei Wochen der erste Raid kam, konnte ich bald mitlaufen und das Raidgear farmen. Auch hier war das Problem, das ich keine feste Gruppe hatte. Dies sollte sich aber an einen schicksalhaften Tag ändern, denn Moritz – genau der Moritz von Pixeltyp – hat Leute für eine feste Gruppe gesucht. So entschloss ich mich, dann einfach mal da mitzumachen und was soll man sagen? Die Chemie hat gestimmt, so haben wir dann Woche für Woche den ersten Raid bestritten und es war purer Spaß. Besonders, da wir besser wurden und immer schneller durchkamen.

Dann war es endlich Dezember und der erste DLC kam mit sehr kurzer Story, aber einem neuen Raid, welcher dann auch direkt gezockt wurde. Das war jedoch weniger erfolgreich bis wir endlich einen kleinen Trick hatten, um uns das Leben einfacher zu machen.

Nach dem Jahreswechsel zerbrach die Gruppe etwas, als Moritz uns erst einmal verließ. So mussten wir uns – der übrig gebliebene Teil – einen neuen Hüter suchen.

Im März kam dann endlich neuer Content und so zogen wir diesmal aber nur zu dritt in das Gefängnis der Alten, um uns neue Ausrüstung zu besorgen, damit wir auch weiter leveln konnten. Dadurch, dass das Gefängnis nur zu dritt spielbar war, gab es immer wieder kleine und große Streitigkeiten in der Gruppe. Bis diese dann im Herbst 2015 eskalierten, aber das erfahrt ihr im nächsten Teil.


Fabian meint:

Nun sitze ich hier. Mein aller erste Beitrag für Pixeltyp. Und dann ist es auch noch das Spiel, welches mich durch alle Lebenslagen jagte. Von begeistert und gelangweilt bis hin zu euphorisch und hoffnungslos. Ich lernte neue Leute kennen, wurde enttäuscht und entdeckte die beiden Jungs die ich heute als einer meiner besten Freunde schätzen darf.

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Das ist er, der mighty Titan

Nun fangen wir aber mal an. Auf Destiny aufmerksam wurde ich schon weit vorher, würde aber niemals beschwören können wann. Nachdem ich mir damals mit meinem Kumpel den Zugang zur Beta gesichert habe war ich mehr als euphorisch. Die ersten Meter haben sich angefühlt wie ein völlig neues Erlebnis. Ich war Feuer und Flamme und wäre dafür gestorben es sofort zu spielen. Nach dem ersten Hype war erst Ruhe. Durch verschiedene Ausschweifungen in andere Spiele hab ich den Blick etwas abgewandt. Als mein Kumpel mich dann fragte ob wir uns das Spiel holen war ich aber sofort wieder dabei.

Frisch eingekauft und Urlaub genommen saßen wir an der Konsole. Die Wahl viel natürlich damals auf einen Titanen. Männlich, monströs und ein furchterregender Titan. Ja das schmeckte mir. Gewappnet und mit breiter Brust stürzten wir uns ins geschehen. Die ersten Stunden waren verständlich aber immer wieder entdeckten wir kleine Raffinessen die uns immer weiter in die Welt von Destiny zogen. Kurz nach dem Hoch kam auch schon das Tief, schneller als die Hüterpolizei es erlaubte war auch die Magie verflogen. Mein Bekanntenkreis war schnell gelangweilt und weil alleine Destiny so viel Spaß machte wie Uno spielen gegen den besten Unospieler der Welt war der Spaß schnell vorbei.

Zu meiner Schande schaffte ich es damals nicht mal bis zum maximalen Level von 20. Schon vor Ende der Story und mit Level 16 war damals Schluss. Eine lange Durststrecke entstand. Doch am Ende des Tunnels war Licht. Nicht weil mir ein Zug entgegen kam, sondern weil gute Freunde von mir wieder mit eingestiegen sind. Aus Langeweile und Spieleflaute schaute man mal wieder rein. In der Zwischenzeit sind die ersten zwei kleinen Addons erschienen welche noch zu Jahr 1 zählten. Schnell war man begeistert was sich Bungie hat einfallen lassen. Der Geldbeutel war schnell gezückt und die Addons gestartet. Und an diesen Tagen saß die Nadel sehr tief. Man rannte über die Planeten, erledigte Bosse und sammelte den Loot. Stunde um Stunde floss in das Spiel. Atheon, den damaligen ersten Raid, hatte man schon grandios verpasst, da alle schon überlevelt waren und man zerschmetterte ihn maximal 2-3 mal damit man ihn mal gesehen hatte. Ein Schritt den ich später bereue würden diesen unfassbar guten Raid nicht öfter gespielt zu haben. Da aber schon der zweite Raid in den Startlöchern war und die Mechaniken bekannt waren stürzten wir uns ins Getummel. Das Feeling war atemberaubend. Die Mechaniken interessant, der Loot super und man freute sich über jeden Meter im Raid. Der Bosskampf anstrengend, blutig und erlösend. Wir waren verliebt. Mit dem Riad und der Zeit traf man die ersten Leute, man spielte zusammen und es ergaben sich neue Bekannte. Mit den Stunden die wir in dieser Welt verbrachten, ging natürlich auch der Content langsam aus.

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Wie gefühlt jeder Spieler fingen wir an uns weitere Charaktere zu erstellen um natürlich, wie soll es auch sein, mehr Loot abzustauben. Denn mehr Loot macht mehr glücklich, verständlich. Das war es eigentlich schon mit Jahr 1. Nach einer Achterbahn wie es keine Konjunkturwelle schaffen würde waren die Erlebnisse ernüchternd und spaßig. Doch das war erst der Anfang, den Jahr 2 stand in den Startlöchern und hier begann meine Reise fahrt aufzunehmen.

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