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Logan – The Wolverine – Review

Wolverine zählt mit Abstand und neben Batman, Superman und Hulk zu den wohl bekanntesten und auch beliebtesten Charakteren. Seine Heilkräfte und ganz besonders seine Klingen haben ihn berühmt und berüchtigt gemacht. Er ist der, mit dem Backenbart und der qualmenden Zigarre im Mundwinkel. Niemals müde und trotz seines rauen Charakters ein loyaler und sensibler Mensch. Am 02. März diesen Jahres begann das letzte Kapitel für Hugh Jackman als Comicheld. Ein letztes Mal sollte er den muskelbepackten Superhelden verkörpern. Und Logan war nie besser, menschlicher und greifbarer.

Mit einer Laufzeit von 138 Minuten ist er der längste der Wolverine-Solofilme und hat seinen beiden Vorgängern eine ganz bestimmte Zutat voraus – der Film ist verdammt gut. Das fängt gleich mit einem sehr wichtigen Punkt an: Der neue Wolverine darf endlich brutal sein. Endlich ohne sich einfahrende Klingen. Endlich mit Blut und Körperteilen die aus dem Fokus der Kamera fliegen und die Kamera hält drauf, wenn Logan sich seinen Weg erkämpft. Danke an dieser Stelle noch einmal an Deadpool. Und das scheint auch beim Publikum gut anzukommen, dem am Tag meines Kinobesuches war der Saal so gut wie ausverkauft. Ich hätte dem Film aber definitiv einen ab 18-Stempel verpasst. Keine Ahnung wie mittlerweile die Grenzen gezogen werden und weshalb der Film das blaue Siegel erhielt. Logan – The Wolverine ist verdammt nochmal echt brutal.

Und wenn man meint, weil ich gleich mit Blut, Mord und Totschlag beginne, der Film hat deutlich mehr zu bieten. Das zeigen schon die 138 Minuten Laufzeit in denen einen es glücklicherweise nicht von einem Schauplatz zum nächsten jagt. Der Film bewies ein sehr gutes Tempo, hat auch mal gerne etwas Fahrt herausgenommen und sowohl Bilder wie auch Kameraeinstellungen einfach mal stehen zu lassen. Ich mag das, andere bestimmt nicht. In meinen Augen aber definitiv die richtige Entscheidung, weil auch gerade Hugh Jackman einen wieder wunderbaren und noch nie besseren Wolverine verkörpert. Aber auch Patrick Stewart als Professor Charles Xavier und Dafne Keen als Laura Kinney/X-23 machen einen absolut hervorragenden Job! Noch nie zuvor hat man die X-Men und allen voran Wolverine und Professor X so am Ende gesehen. Gerade noch Schatten Ihrer selbst. Eine vom Aussterben bedrohte Spezies.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=S7Hq6se05hM

Denn darum geht es im neuesten Ableger aus dem Marvel-Universum. Die Mutanten-Population zeigt einen deutlichen Rückgang und Nachwuchs wurde schon lange keiner mehr auf natürliche Weise geboren. Und eine Organisation macht sich die einzigartigen Fähigkeiten der Mutanten zu Verfügung und … dabei belasse ich es mal. Weitere Spoiler zur eigentlichen Story werdet ihr nicht erfahren.

Hier und da werden sich Fans von The Last Of Us angesprochen fühlen. Denn sowohl optisch als auch von der Art und Weise lassen sich zwischen Joel & Ellie und eben Loga & Laura die ein oder andere Parallele ziehen. Auch ein Punkt der mir besonders gut gefiel. Ein Film der sich an erwachsenes Publikum richtet, welches seit den ersten Filmen dabei ist. Denn und das fällt wahnsinnig schwer zu glauben: Vor 17 Jahren, Anno 2000, erschien der erste X-Men Film und seit 17 Jahren verkörpert niemand anderes Wolverine. Meine gesamte Jugend stand Hugh Jackman für diese Rolle, wie Luke Skywalker für Star Wars. Der Charakter ist so tief mit diesem Menschen verknüpft, das ich auch einmal Danke sagen möchte – auch wenn er es nie lesen wird. Ich hätte mir niemand anderes vorstellen können und über all die ganzen Jahre passte es wie “Arsch auf Eimer”.

Mit dem letzten Teil wurde ein absolute ehrwürdiges Ende einer Ära geschaffen und Wolverine hat sich so ziemlich das Beste zum Schluss aufgehoben. Ich hatte meinen Spaß; habe gelacht, die Kämpfe wie auch die Pausen genossen, wurde Wehmütig und dachte oft genug “wtf geht hier denn gerade ab?!”. Es lohnt sich!

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