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Dark Souls – Das Ende einer Ära

Jetzt ist es soweit. Mit The Ringed City kommt das letzte DLC zum letzten Dark Souls und irgendwie bin ich extrem traurig. Dabei ist es eigentlich schön, der Content wird etwas erweitert und die Welt mit starken Bossen besiedelt. Doch leider bedrückt mich die Tatsache, dass es das letzte Häppchen Dark Souls ist, was wir bekommen werden. Aber was hat die Souls-Reihe so besonders gemacht? Damit werden wir uns jetzt beschäftigen.

Meine Reise ins Souls-Universum begann irgendwann 2011, als ich mir Dark Souls in der hiesigen Videothek für die PlayStation 3 ausgeliehen habe. Damals war ich noch relativ jung und vor allem kein bisschen Frust resistent. Ich scheiterte bereits am ersten richtigen Boss und habe es zu dem Zeitpunkt auch keinen Meter weiter geschafft. Doch mich hat es damals einfach nicht losgelassen und ein Jahr später habe ich es mir in der Prepare to Die-Edition gekauft … und mein Gott war ich schlecht. Allerdings habe ich es da schon etwas weiter geschafft. Irgendwann, nachdem ich innerlich wieder aufgegeben hatte und ich mir eingestand, dass ich einfach keinen Skill für solche Games habe, kam das Knallhart Durchgenommen von Game One. Dieses Let’s Play hat meine Liebe zur Reihe endgültig entfacht und ich habe es endlich selber durchgespielt und das alles wegen ein paar kleinen Tipps aus einem einfach mega lustigen Let’s Play. Ich habe mich einfach geil gefühlt als der Abspann lief, da ich es endlich geschafft habe. Seit dem war ich niemals wieder so geflashed durch ein Spiel und ich wurde ein riesen Fanboy der Reihe.

Nach dem durchspielen von Dark Souls wusste ich allerdings noch nicht, was die Souls-Reihe für mich noch so besonders machte, außer halt den Schwierigkeitsgrad und dieses gottgleiche Gefühl, wenn man einen wirklich harten Boss besiegt hat. Im März 2014 war es dann soweit: Dark Souls II wurde veröffentlicht und ich war ein paar Tage früher am Start, dank eines großen Elektromarktes. Während meines Spieldurchgangs fing ich an, immer mehr die Welt zu hinterfragen, besonders im Vergleich zum ersten Teil. Damals stieß ich auf das Wort Lore, also die Geschichte der Welt, Gegenstände und Personen im Zusammenhang mit den Geschehnissen innerhalb der Welt. Also im Grunde genommen die Story des Spiels, nur leider nicht so vorverdaut, wie in anderen Spielen. Während meiner Suche nach dem Sinn meines Handelns in der Spielwelt fand ich VaatiVidya, ein YouTuber, welcher sich nur mit Lore von den Souls-Spielen beschäftigt und so langsam verstand ich mein eigenes Handeln in diesen Welten am Abgrund zur Vernichtung. Mein sinnloses Schlachten von Bossen und das Treffen von NPCs, deren Dialoge einfach keinen tieferen Sinn für mich ergaben. Aber die Lore der Souls-Spiele bietet einfach alles, was unsere eigene Menschheitsgeschichte auch bietet und da sind Ungereimtheiten und viel Interpretations-Spielraum und nur FromSoftware kann uns wirklich erzählen, was wirklich passiert ist oder was passieren wird. Aber das – wird wohl leider niemals passieren.

Aber was hat die Souls-Reihe so besonders gemacht? Das war die Frage, welche ich zu Anfang gestellt habe, aber genau diese Frage muss man doch immer wieder für sich selber beantworten, denn es ist einfach ein persönliches Gefühl, welches sich einstellt und welche Besonderheiten die Reihe mit sich bringt. Jeder hat eigene Geschichten und eigene Bosse, welche Probleme gemacht haben. Mit Dark Souls und Dark Souls II hat FromSoftware für so gut wie jeden einen Einstieg in die Reihe ermöglicht und mit Dark Souls III einen Schlussstrich gezogen. Meiner Meinung nach ist Dark Souls III das beste Spiel der Dark Souls-Reihe, allerdings nicht das beste Souls-Spiel. Im März 2014 kam etwas Neues von FromSoftware, mit einem veränderten Gameplay, aber den gleichen inneren Werten wie die gesamte Dark Souls-Reihe. Für viele Souls-Fans war es allerdings eine Enttäuschung als klar wurde, dass es sich hierbei um ein PlayStation-Exklusives Game handelt. So, aber ich hab jetzt lang genug ausgeholt: Es handelt sich ganz klar um Bloodborne.

Bloodborne ist der Hoffnungsschimmer jedes SoulsBorne-Fans, da es Gerüchten zu Folge einen zweiten Teil geben wird, aber was unterscheidet Bloodborne von Dark Souls? Eigentlich nicht viel, da das Spielprinzip immer dasselbe ist. Allerdings gibt es einige Änderungen im Gameplay. So gibt es Waffen, welche in andere Waffen transformiert werden können. Es gibt keine Ausweichrolle mehr, sondern Side-Steps und das Setting wurde in eine fiktive Viktorianische-Stadt verlagert. Außerdem gibt es keine Schilde oder schwere Rüstungen mehr, sondern eine Handfeuerwaffe und schöne Gewänder. Viele andere Sachen, wie zum Beispiel die kryptische Geschichte und die schweren Bosskämpfe, wurden nicht geändert. Allerdings wurde das Gameplay, durch das Regain-System, welches einem erlaubt, gerade verlorene Lebensenergie durch Angriffe wieder zurückzubekommen, stark beschleunigt. So viel zu dem kleinen Ausreißer: Bloodborne. Kommen wir jetzt zum furiosen Finale von Dark Souls.

Im April 2016 begann der Anfang vom Ende, Dark Souls III wurde endlich veröffentlicht und es wurden zwei DLCs angekündigt. Dark Souls III wurde mit einem Versprechen veröffentlicht, welches die wenigsten Souls-Fans freute und zwar: Dark Souls III ist der letzte Teil der Souls-Reihe. Aber zum Glück wurde nicht das ganze Spielprinzip oder die ganze Spielwelt über den Haufen geworfen. Ganz im Gegenteil: Wir durften alte Bekannte treffen und alte Orte neu entdecken. Allerdings ist die Welt eine apokalyptische, der Untergang ist kaum noch aufzuhalten und das Feuer der Menschheit fast komplett erloschen. Alle Zeichen deuten auf das Ende in dieser Welt hin und nach dem Abspann und allen drei Enden ist man immer noch nicht schlauer. Dark Souls III hat alles richtig gemacht und vieles verbessert, es gibt den wohl coolsten Bossfight in der Geschichte der Serie, allerdings auch die traurigsten Enden für einige NPCs. Alles hat eine Bedeutung in Dark Souls III und es macht mich einfach glücklich. Nur leider ist diese ganze Glückseligkeit mit einem Wermutstropfen behaftet: das Ende einer Ära. Ich habe allerdings noch die beiden DLCs, die ich mir noch nicht gekauft habe, da ich noch auf The Ringed City warten wollte. Trotz alledem schmerzt es mich, dass ich das Ende dieser wundervollen Ära sehen kann und es nur noch wenige Stunden dauert, bis ich dort stehe … vor dem letzten Boss … im letzen DLC … vom letzten Dark Souls. Aber es gibt Hoffnung am Horizont, etwaige Leaks weisen auf ein Bloodborne II hin und es gibt ja noch so Souls-Like-Games, wie Ni-Oh oder Salt and Sanctuary. Aber diese Games sind kein Dark Souls, sie sind zum größten Teil nur Versuche auf dieser Erfolgswelle mitzusurfen und die Fans mitzunehmen. Natürlich gibt es Spiele, wie Ni-Oh, die es ganz passabel machen, aber dann letzten Endes nicht verstanden haben, was es ausmacht, ein Souls-Game zu sein. Aber in diesen Punkten scheiden sich wie immer die Meinungen.

Vielleicht habt ihr ja Lust, eure Erfahrungen im Souls-Universum oder vielleicht sogar was für euch Souls überhaupt bedeutet zu teilen. Scheut euch nicht, einfach mal die Kommentarfunktion zu nutzen und schreibt mir einfach mal eure Erfahrungen.

– Praise the Sun

One comment

  1. […] Bossfight. Zumindest beim Schwierigkeitsgrad möchte man sich an Branchengrößen wie Dark Souls (Dark Souls: Das Ende einer Ära) […]

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