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Dead Cells oder eher Dead Sells

Wenn Dark Souls zu einfach und zu nett zu einem wird, ist man schon mal auf der Suche nach einer richtigen Folterkammer für Videospiele-Nerds. Was kommt einem denn da besser in die Quere als Dead Cells.

Dead Cells ist ein Rouge-like mit Metroidvania und Souls-like Anleihen. Die Entwickler dieses Early Access-Hits betiteln ihr Meisterstück mit RougeVania und damit, dass es ein Souls-lite Kampfsystem besitzt. Aber was bedeutet das jetzt im Detail für uns?

Eigentlich ganz einfach: Ihr lauft durch zufallsgenerierte Dungons, sammelt Items, Waffen und Skills. Ihr erhöht auch Schaden von Skills und Waffen, sowie eure Lebensenergie. Nur wenn ihr sterbt, ist alles weg, außer bestimmte Verbesserungen, die euch erlauben, Lianen wachsen zu lassen oder “Skills”, welche mit den Namen gebenden Dead Cells freigeschaltet werden. Darunter zählen außerdem auch Heiltränke, zufällige Waffen, die ihr nach dem Tod erhaltet und ob ihr Gold behaltet, wenn ihr sterbt und sterben werdet ihr oft, denn Dead Cells macht es euch nicht leicht. Könnt ihr nicht mit eurer Lebensenergie haushalten, habt zu schwache Waffen, beherrscht noch nicht das Kampfsystem oder euch gehen die Heiltränke aus bzw. der eine Heiltrank, denn mehr werdet ihr euch für eine lange Zeit nicht leisten können, beißt ihr in Gras oder den Steinboden, kommt halt drauf an, wo ihr sterbt.

Aber der Anfang nach einem Tod oder direkt nach dem ersten Start ist immer ähnlich: Ihr wacht in einer Zelle auf. Also nicht nur Dead Cells, wie Zellen (die Lebensform), sondern auch wie Gefängniszellen und es ist verdammt noch einmal egal, ob ihr schon 10 Stages weiter wart, ihr wacht genau in dieser Zelle wieder auf und der ganze Spaß beginnt von vorne. Die Frage ist jetzt, ob irgendwie Frust aufkommt? Doch, ich finde man lernt mit jedem Tod und umso weiter man kommt, desto besser fühlt man sich. Auch wenn man vielleicht kurz danach stirbt.

Besonders hart sind die sogenannten Elite-Gegner. Ob es Bosse gibt, weiß ich leider noch nicht. Aber schon alleine für diese Elite-Gegner müsst ihr das Kampfsystem beherrschen oder extrem starke Waffen haben. Aber bleiben wir kurz bei dem Kampf bzw. den Bewegungen im allgemeinen, man hat einen Doppel-Sprung, eine Stampf-Attacke, eine Rolle und die klassischen Waffen. Dazu gesellen sich allerdings noch Granaten, Fallen und andere Skills, die Gegner verlangsamen, stoppen oder einfrieren können. Die Waffen-Variation ist auch nicht schlecht. Es gibt eine Menge verschiedener Schwerter, Peitschen und Hämmer, welche auch noch bestimmte Boni haben können. Zu den Boni gehören: Feuer, Gift, kleine Minions beschwören oder Pfeile verschießen. Es gibt bestimmt noch andere Boni, aber da so gut wie alles zufällig generiert ist, habe ich noch keine anderen gesehen.

Im Großen und Ganzen geht es aber auch nicht um die Waffen oder das wirklich sehr gute Gameplay, sondern ihr sollt die sich immer verändernden Dungons erkunden. Denn Es gibt zerstörbare Wände, Schatzkisten, Items, Verbesserungen und sogar ziemlich gemeine, verfluchte Kisten. Ohne ein wenig Drang zur Erkundung kommt ihr nicht weit und werdet sicherlich noch nicht einmal das Gefängnis (das erste Level) verlassen und es gibt wirklich schöne und vor allem abwechslungsreiche Level. Ihr könnt Sümpfe, Kanalisationen und sogar Schlösser erkunden und alle haben besondere Gegner-Typen. In der Kanalisation zum Beispiel gibt es Skorpione und Schnecken, die euch vergiften können.

Alles in Allem ist Dead Cells ein gelungenes Early Access-Projekt, welches für 16,99€ wirklich Preiswert ist. Fans von Castlevania, Metroid aber auch Dark Souls können ohne zu grübeln einfach mal das Geld in die Hand nehmen. Ich, für meinen Teil, hatte schon viel Spaß mit dem Titel und werde auch weiterhin viel Spaß haben. Bleibt nur abzuwarten, wie sich das Spiel weiterentwickelt.

2 comments

  1. […] Einen tieferen Einblick in das Spiel, gewährt euch unser First Look. […]

  2. […] Wir haben Dead Cells bereits in seiner Early Access-Form getestet: Dead Cells oder eher Dead Sells?. […]

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