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RetroPie – Die bessere Retro-Konsole

Vor ein paar Wochen wurde das SNES Mini angekündigt und bereits letztes Jahr erschien von Nintendo das NES Mini, bei beiden dachte ich mir, Mensch … eigentlich sind retro Spiele voll geil und eigentlich MUSST du irgendwas zu Hause haben um stets und ständig mal eine Runde alte Schinken spielen zu können.

Aber ehrlich gesagt war mir das NES Mini und ist das SNES Pendant zu teuer und bietet dabei zu wenig. Ich soll 100 Geld auf den Tisch latzen um dann zwei Hände voll Spiele zu haben? Finde ich nicht gut, aber schlauer Fuchs wie ich bin, hab ich natürlich aus verschiedensten Basteleien immer einen Raspberry Pi rumfliegen, zuletzt sogar Revision drei auf dem mein Mediencenter Kodi läuft. Also hab ich den kurzerhand mal formatiert und die auf Debian basierende Distribution RetroPi installiert.

Zu finden hier: https://retropie.org.uk/

So wie erklär ich euch jetzt was RetroPi ist, ohne das euer Hirn weg schmilzt?

Jetzt werden viele Sagen: Hä is doch nur’n Emulator Gedingse …

Jaaaaa, nee. RetroPi ist im Prinzip ein reines Betriebssystem (Debian), welches von Haus aus mit einem Sammelsurium an Emulatoren ausgeliefert wird, sodass ihr euch am Ende um nix mehr kümmern müsst. Damit der shizzle auch noch hübsch anzusehen ist, läuft als Frontend die Software Emulationstation, die alle diese verschiedenen Emulatoren bündelt und euch die Navigation erleichtert. Installieren müsst ihr dafür aber nix, das ist schon alles dabei. Ihr ladet eich nur das Image herunter und installiert es mit der Software etcher.io, oder Win32DiskImager auf der SD Karte vom Pi. Einfach rein in das kleine Teil und der Rest passiert ganz automatisch.

So aber was kann man nun damit Emulieren, also was läuft eigentlich? Nun ganz einfach … ALLES. Da ich hier aber explizit von einem Raspberry Pi 3 spreche muss man natürlich ein paar Abstriche machen. Alles bis hoch zu PSP läuft ohne Einschränkungen, PlayStation 2 Spiele sind aber nicht mehr möglich, dafür braucht der Pi noch etwas mehr Leistung.

Aber egal ob NES, SNES, MegaDrive, N64, C64, Atari 2600, GameBoy in allen Variationen und und und. Ihr könnt alles damit machen und selbst Kodi lässt sich installieren und solltet ihr eine NVIDIA Grafikkarte in eurem Gaming-PC haben könnt ihr sogar Spiele von eurem PC auf das Gerät streamen, in genau der Qualität wie es ein SteamLink zB macht.

Solltet ihr allerdings einen Pi 1, 2, oder Zero haben, gibt es natürlich noch mehr Abstriche die es zu machen gilt. Während der Pi 2 noch gut bis N64 mithält, solltet ihr bei einem Pi 1 aber ewige Ladezeiten und Ruckeln bei sämtlichen 3D Games einplanen. Zudem bietet der Pi3 von Haus aus WLAN und Bluetooth Support, letzteres ist perfekt geeignet im darüber einen Controller zu pairen. Egal ob Dualshock 3/4, oder ein Retro-Controller von 8Bitdo, so entfallen lästige Kabel und ihr habt immer das Pad in der Hand, mit dem ihr euch am wohlsten fühlt.

Sprechen wir mal über das finanzielle. So ein Pi samt SD Karte und Netzteil (2A sind Pflicht um auch Peripherie über USB zu betreiben!) kostet ca 60 Flocken. Wie ihr an die ganzen Spiele kommt erkläre ich euch allerdings nicht. So’n Russe hat aber mal eine Suchmaschine erfunden, die euch da ganz bestimmt bei hilft. 😉 (Zur Not fragt ihr mich, ich erklär euch dann auch, wo diese Roms hinkommen – ist gar nicht schwer.)

Wenn ihr noch einen Controller braucht, kommen natürlich noch mal so 30-50 Mark dazu, aber alles in allem bekommt ihr für das gleiche Geld, was ihr auch für eine Nintendo Mini Konsole zahlen müsstet, eine Gerätschaft die das gleiche kann und obendrauf sogar noch deutlich mehr.

Wenn ihr das schicke Gehäuse vermisst, kein Ding, lasst euch einfach eines 3D drucken und ihr habt eine Mini Konsole im Design eurer Wahl. Auch gibt es unzählige Themes für Emulationstation, sodass ihr euch auch das ordentlich austoben könnt.

Wenn ihr jetzt Bock auf so ein Teil habt, dann zögert nicht zu fragen, ich helfe euch gern bei der Einrichtung, bei dem Kauf etc. Zusammen bekommen wir in jedes Wohnzimmer eine geile Retro-Konsole.

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