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Dark Souls – Eine trostlose Welt

Ich suchte schon in vielen Games Trost, einige haben mich zum Lachen gebracht, andere haben mich das Fürchten gelehrt, aber nur ein Game hat mir gezeigt, wie schön Isolation, Trostlosigkeit und der Verfall einer Welt sein kann. Vielleicht deshalb ist Dark Souls so etwas Besonderes. In vielen Games geht es darum, die Welt zu retten oder sie zu zerstören, meistens kommt es auf die Entscheidungen der Spieler an. Aber in Dark Souls ist dein Weg unbekannt, du weißt am Anfang nicht, wo die Reise hingeht. Vielmehr startest du in einer Zelle, als Untoter, dein Leben hast du hinter dir gelassen. Kein epischer Held, kein mieser Bösewicht, vielmehr steuerst du einen Avatar deiner Selbst durch verschlungene Korridore, Schlösser oder dunkele Höhlen.

Doch diese unheimliche und feindliche Welt spendet dir auf ihre weise Trost, auch wenn deine Existenz bedeutungslos scheint. Denn in dieser Welt kannst du einen Fußabdruck hinterlassen, hier zählen deine Abstammung, dein Geschlecht oder dein Glaube nicht, nein, hier zählen nur Taten. Jeder Meter, den du machst, jeder Gegner, den du besiegst und jeder Tod, der dir widerfährt, relativieren deine Bedeutung in dieser Welt, in der der Tod kein Ende bedeutet, sondern nur ein Rückschlag ist.

Lordran, so heißt diese Welt bzw. dieses Land, ist ein Land voller Wunder und Magie, hier gibt es Drachen, Dämonen, Untote und Lords. Unter diesen Lords findet sich Gwyn, der das Feuer an die Seelen der Menschen gebunden hat und wenn das Feuer erlischt, so erlischt auch das Leben. Denn ohne eine Flamme, existieren nur noch Hüllen und die Welt wird in ein finsteres Zeitalter gestürzt.

Doch was ist die Aufgabe eines trostlosen Untoten, in einer Welt, in der es keine Rettung gibt?

Unsere Aufgabe ist jedoch nicht, diese von Verfall gekennzeichnete Welt zu retten, denn wir sitzen in einer Zelle, um zu verrotten und unser letztes bisschen Menschlichkeit zu verlieren. Denn Menschen, welche das Finsterzeichen tragen, sind mit einem Fluch belegt, sie werden zu Hüllen, die jegliche Erinnerung und Emotion verlieren. Deshalb werden diese Untoten auch in einen Kerker gesteckt, bewacht von Dämonen und anderen Untoten. Doch wie es der Zufall so will, ist dieses schreckliche Schicksal ein Neuanfang. So hilft uns ein Ritter aus unserer dunklen Zelle zu entkommen und bewaffnet mit einem gebrochenen Schwert machen wir uns auf den Weg, dieses Grab zu verlassen. Auf dem Weg finden wir allerhand an Ausrüstung und unser erstes Leuchtfeuer. Diese Leuchtfeuer erlauben es uns, mächtiger zu werden und dienen als Ankerpunkt zu dieser Welt, denn falls wir sterben, werden wir wieder hierhin zurückgebracht.

Nachdem wir uns durch das Gefängnis gekämpft haben, unseren Retter schwer verletzt und  dem Tode nah, gefunden haben, müssen wir uns dem Asyl-Dämon entgegen stellen, da dieser die Schlüssel für das Gefängnis besitzt und den Weg in die Freiheit versperrt.

Nach einem harten Kampf können wir das Gefängnis verlassen und werden von einer monströsen Krähe zum Feuerbandschrein gebracht, welcher in Lordran liegt. Hier beginnt nun unser Weg, auf dem wir die Geheimnisse von Lordran ergründen.

Auf dem weiteren Weg lernen wir neue Freunde wie Siegmeyer und auch Solair kennen, aber wir ergründen auch unser eigenes Schicksal.

Für mich hat Dark Souls einen ganz besonderen Stellenwert, besonders da jeder Teil auch ein Phase aus meinem eigenen Leben widerspiegelt. Die Erinnerungen und Emotionen, die ich mit diesem Spiel verbinde, sind von Hass und Freude geprägt und das Dominieren eines zuvor noch tödlichen Gegners ist immer noch ein wahnsinnig tolles Gefühl. Dark Souls ist aktuell noch relativ günstig in der Prepare to Die Edition für PC zu haben, benötigt aber eine Mod, da es so nur mit 30 Bildern pro Sekunde läuft und die Auflösung unter HD Niveau liegt. Doch da hilft der DSFix. So könnt ihr das Spiel auch in 4K und 60 Bildern pro Sekunde genießen. Ansonsten kommt für aktuelle Konsolen inkl. Nintendo Switch am 24.05.2018 ein Remaster, welches allerhand Verbesserungen und Fixes mitbringt.

Von der Levelarchitektur und vom Design her ist Dark Souls sogar der absolut beste Teil und wird nur von Bloodborne getoppt. Dieses vertikale und verschlungene Design ist einfach nur ein Meisterwerk. Genauso wie die allgemein beklemmende und bedrückende Atmosphäre, die einen in diese Welt entführt.

Jetzt aber genug der schönen Worte und greift zu, denn Dark Souls ist ein moderner Klassiker, der von jedem Gamer auf diesem Planeten zu mindestens angezockt werden sollte. Natürlich ist das Spiel nicht einfach und natürlich ist die Steuerung nicht die typische 08/15-Kombo-Explosion, aber mit etwas Geduld und Interesse, glänzt dieses Game sehr hell am Videospiele-Himmel.

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One comment

  1. […] Ihr könnt mit Dark Souls noch nichts anfangen? Dann lest euch doch unseren ausführlichen Test dazu durch: Dark Souls – Review. […]

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