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Rainbow Six: Siege – Die Belagerung der Shooter Charts

Keiner hätte 2015 gedacht, dass ein Taktik-Shooter von UbiSoft 2018 immer noch ein Thema sein könnte. Vielmehr war ich der Meinung, dass Rainbow Six: Siege floppt, aber fangen wir  diese Erfolgsgeschichte einfach mal von Vorne an.

Im November 2015 startete die letzte Open-Beta von Rainbow Six: Siege, meiner Meinung nach war es langweilig und ohne Respawn war schon mal generell mies. Trotzdem habe ich mich von einem guten Bekannten überreden lassen, der ganzen Sache eine Chance zu geben. Nach ein paar extrem nervigen und von Frust geprägten Runden habe ich meinen ersten Kill gemacht und wurde in die Suchtspirale gezogen. Kommen wir aber mal für die ganzen Call of Duty– und Battlefield-Spieler zum allgemeinem Spielprinzip.

Es gibt zwei Teams: Angreifer und Verteidiger. Die Angreifer müssen ein Missionsziel erfüllen oder das Team der Verteidiger ausschalten. Zu den Missionszielen gehört es Geiseln zu retten, Bomben zu entschärfen oder einen Bereich zu sichern. Die Verteidiger müssen dafür sorgen, dass die Angreifer dieses Ziel nicht erreichen, dazu muss entweder die Zeit ablaufen oder es müssen die Angreifer ausgeschaltet werden. Damit so ein Match fair ist, muss jedes Team mal angreifen und mal verteidigen. Deswegen besteht ein Match aus mehreren Runden.

Jedes Team besteht aus fünf Spielern und jeder Spieler wählt aus einem Pool von Operatoren aus. Dabei gibt es zwei getrennte Pools von Angreifern und Verteidigern. Wichtig ist, dass jeder Operator nur einmal ausgewählt werden darf.

Zusätzlich gibt es eine wichtige Regel, denn es gibt innerhalb einer Runde keine Respawns, aber man kann verwundete Teammitglieder wiederbeleben, falls diese nicht mit einem Kopftreffer oder über eine gewisse Lebensenergie-Grenze ausgeschaltet wurden. Wiederbelebte Teammitglieder haben auch nur 50% Lebensenergie.

So viel zum groben Spielprinzip, aber jetzt, drei Jahre später, haben wir insgesamt 38 Operator, wovon 18 per kostenlosen DLC hinzugekommen sind und UbiSoft will weitermachen, denn es sollen über 100 Stück werden innerhalb der nächsten Jahre.

Kommen wir dann doch direkt mal zur vorbildlichen DLC-Politik von UbiSoft, denn hier glänzt UbiSoft seit 3 Jahren. Denn alle Operator können erspielt werden und Maps sind für alle Spieler immer zugänglich. Trotz dieser Möglichkeit gibt es einen Season Pass, der es erlaubt, Operator 7 Tage früher zu spielen und keine In-Game-Währung dafür ausgeben zu müssen – diese kann dann für kosmetische Items ausgegeben werden. Wichtig ist halt, dass ein Season Pass nur für ein Jahr gilt. Also hatten wir jetzt schon drei Season Pässe. Wer jetzt sagt, dass das Wucher ist, hat vielleicht Recht, sollte sich aber mal überlegen, ob man nicht jedes Jahr ein neues Call of Duty, Battlefield oder FIFA kauft.

Mittlerweile ist Rainbow Six: Siege zu einem Multiplayer-Phänomen geworden, denn Ubisoft verzeichnet seit Release steigende Spielerzahlen, natürlich fallen diese auch mal wieder, aber zum Anfang eines neuen Rainbow-Jahres verzeichnet UbiSoft immer wieder neue Rekorde und das für UbiSoft, die für ihre Downgrade-Geschichte und Open Word-Formel heute immer noch gehasst werden.

Ich persönlich hoffe, dass Rainbow Six: Siege noch lange auf dem Shooter-Olymp hält, denn eine so intensive Shooter-Erfahrung bietet fast kein anderer Ego-Shooter. Auch wenn ich leider nicht immer so regelmäßig gespielt habe wie ich das gerne hätte, habe ich immer wieder meine Phasen, in denen ich extrem viel spiele und besonders jetzt mit dem Start der neuen Season sollten Neulinge und unentschlossene zugreifen, gerade dann, wenn man vielleicht ein Team bilden kann.

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