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Vampyr – frisch angesaugt

Da ist es also nun. Das neueste Spiel der Life is Strange Macher von DONTNOD. Ich war mehr als gespannt auf dieses Spiel und habe eigentlich blind zugeschlagen. Ich spiele das Spiel auf der PS4 während die liebe Anja eine zur verfügung gestellte Xbox Version spielt. Ein Review wird folgen. Dies ist lediglich ein erster Eindruck.

Vampyr spielt im 19. Jahrhundert – direkt nach Ende des ersten Weltkrieges. Die mittlerweile stark industrialisierte Stadt London leidet aber nicht nur unter den folgen des Krieges sondern hat auch noch mit der spanischen Grippe zu kämpfen. Der Hauptcharakter des Spiels ist Jonathan Reid. Dieser ist seines Zeichens ein angesehener Arzt und spezialist für Bluttransfusionen. Passt ja, schliesslich ist der gute nun auch noch ein Vampir seit er in London angekommen ist (er selbst war drei Jahre lang im Krieg tätig). Warum er aber plötzlich eine heftige Sonnenallergie hat und lieber Blut statt Whiskey schlürft, gilt es nun heraus zu finden.

Das ist auch schon der erste interesannte Ansatz von Vampyr. Statt ein alt eingessener Vampir steuert ihr einen blutigen Jungvampir. Jonathan ist vor allem anfangs ziemlich überfordert mit der Situation. Schliesslich ist der gute ja auch Arzt. Ihr kämpft also quasi gegen die tödliche Grippe, euren eigenen Blutdurst und der dringenden Frage nach Antworten. All diese Dinge gilt es unter einen Hut zu bekommen und das ist härter als ihr denkt. Alles was ihr macht hat Konsequenzen. Und das schon relativ früh im Spiel wenn ihr die falschen Entscheidungen trefft. Egal um was es geht, sorgt immer dafür, dass ihr genug Informationen habt, bevor ihr jemanden aussaugt oder eben nicht.

Informationen sammelt ihr durch Dokumente und den wahnsinnig vielen Dialogen mit NPCs. Durch Gespräche erfahrt ihr mehr über die Welt, die Beziehungen der NPCs untereinander und natürlich lernt ihr die Charaktere selber kennen. Dies ist auch wichtig, denn je mehr ihr über eine Person im Bilde seid, umso mehr EP bekommt ihr wenn ihr euch entscheidet das Blut des Charakters zu trinken. Die EP werden dann rollenspieltypisch in Skills investiert (mehr HP, mehr Ausdauer etc.). Ganz typische Rollenspielkost.

Das erkunden der Spielwelt und die Unterhaltungen mit NPCs machen den größten Teil des Spiels aus. Der andere Teil sind die Kämpfe. Das Kampfsystem ist Dark Souls like aber deutlich einfacher gehalten. Das Kampfsystem macht Spaß ist aber nichts, was dem Spiel einen gewissen Glanz verleiht.

Das größte Problem des Spiels ist seine Technik. Grafik ist in Ordnung aber es geht halt deutlich schöner. Stellenweise zickt auch die Kamera in den Kämpfen aber auch das ist kein Dealbreaker. Was man aber deutlich hervorheben muss, ist die fantastische Audiokomponente des Spiels. Die musikalische Untermalung wie auch die englische Sprachausgabe ist super gelungen (eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht. Übersetzungen gibt es lediglich in Untertitel).

Nach ca. 8 Stunden muss ich sagen, dass ich den Kauf des Spiels kein bisschen bereue. Die Story, die Charaktere und die Konsequenz der Entscheidungen die ich treffe machen Vampyr zu einem tollen Spiel. Sollte es nur Ansatzweise so weiter gehen, werd ich noch sehr viel Freude an dem Titel haben.

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One comment

  1. […] wie gut ist Vampyr? Auch wir sind leicht zwiegespalten. Marcel findet Vampyr super (siehe Vampyr – frisch angesaugt). Ich bin nicht ganz so angetan von dem Titel, auch wenn ich die Vorzüge des Spiels durchaus […]

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