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gamescom 2018: Ein Erlebnis, das über das eigentliche Zocken hinausgeht #01

Ja, da hat die gamescom 2018 heute begonnen. Ihr wisst schon: Eine lange und ermüdende Hinreise wird dicht gefolgt von dem ständigen in die Hacke Gelaufe von unachtsamen Besuchern. Nur eines macht mehr Spaß: Das Warten an jedem x-beliebigen Spiel, um auch nur eine Sekunde auf das neuste Gameplay von nächstem Jahr zu schauen oder manchmal auch nicht, denn einige Titel kommen schon in den nächsten Wochen heraus oder wurden vielleicht sogar gerade erst veröffentlicht.

Neben dem Connecten, dem sozialen Aspekt eines nicht immer so sozialen Hobbies, schleichen wir uns also hinter die Kulissen einiger sehr interessanter Titel.

Darksiders III

Heute haben wir bei Pixeltyp unseren Tag mit Darksiders 3 begonnen, weil, nun ja, die Kulisse ziemlich toll aussah. Lebensgroße Statuen von der Protagonistin Fury und auch Vulgrim haben uns in das düstere Innere gelockt, das durch sehr heiß laufende Rechner nicht hätte wärmer sein können. Aber vielleicht sollte diese Hitze auch nur unsere Wut entfachen.

Darksiders 3 spielt sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern etwas schneller. Die Gegner halten nicht mehr ganz so viel aus, kommen dafür aber auch nicht mehr in Scharen daher. Immer schön hintereinander anstellend kommt ein Gegner nach dem anderen. Und diese Gegner können auch gut zulangen. Wer nicht perfekt ausweicht oder eben überhaupt ausweicht, dürfte an diesem Spiel nicht lange Freude haben. Ca. 5 Schläge kann es dauern, bis uns ein Gegner totgeprügelt hat. Danach müssen wir vom letzten Checkpoint laden, verschwendete Heil-Items, die zuvor gekauft wurden, sind weg. Doch bekommen wir ähnlich wie in einem Dark Souls so eine Art Estus, der sich wieder auflädt. Immerhin!

Doch Darksiders 3 glänzt nicht nur mit seiner Peitsche, die durch die Gegner knallt, auch Springen und an der Peitsche schwingen sind Kernelemente des Spiels. Schnell verbindet sich eine Art Dark Souls mit einer Art Crash Bandicoot. Doppelsprünge und auch Peitschenschwinger (im doppelten Sinn) werden nicht nur in dem Open Schlauch, sondern auch bei Bossen benötigt.

Die Anspielsession zeigte etwas Gameplay in dem sogenannten Open Schlauch. Man durfte also ein kleines Level spielen, das wirklich sehr klein gehalten wurde. Es hatte nur sehr wenige Objekte, die in der Umgebung platziert wurden. Die Umgebung hat keine Geschichte erzählt und wirkte sehr leblos und karg. Die Gegner haben sich in dieser kleinen Session kaum bis gar nicht voneinander unterschieden und konnten mit ihren plumpen Taktiken und Angriffen auch nicht wirklich gefährlich werden.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=s91PgLA9hCM

Der Boss hatte dafür eine eigene kleine Mechanik: Zuerst musste man auf ihn einprügeln, gelegentlich ausweichen, kontern und dann einen Parkour nach oben laufen, um ihn wieder runterzuholen – und dass nicht nur einmal! Auch wenn es wahrscheinlich ein einfacher Boss sein sollte, der die Mechaniken der Peitsche und des Kletterns voll zeigen sollte, fühlte es sich unheimlich zäh an. Wir haben das Spiel zu dritt angespielt und nur einer hatte die Muße, den Boss zu besiegen. Die anderen Beiden haben aufgrund von Frust komplett aufgegeben. Ganz nach dem Motto: Du hast es ja gemacht. Reicht uns.

Soul Calibur VI

Wie kommt man eigentlich von Darksiders auf Soul Calibur? Indem man eine RedakteurIN ist, die einen kleinen Faible für Geralt von Riva aus The Witcher hat…

So haben wir uns also einstimmig 😉 für den sechsten Teil der beliebten Klopperserie entschieden und wurden zwar nicht enttäuscht, aber es gab auch einfach nichts Besonderes an dem Spiel.

Das mag nun hart klingen, aber leider hat sich neben der verbesserten Grafik nicht viel getan. Wir durften frei gegeneinander kämpfen und uns Charaktere aussuchen. Natürlich wollte jeder Geralt spielen und deshalb fiel die Wahl auf: Geralt (standard) vs. Geralt (rot).

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=33EoknxA83A

Im Menü gibt es noch keinerlei Antialiasing, weshalb es sehr kantig aussieht. Die restliche Grafik mit ihren kargen und lieblosen Arenen sieht schon gut aus, haut mich aber auch nicht aus dem Sattel.

Das Gameplay an sich ist sehr zäh, Kombos sind schwer zu erzielen und wenn man einmal eine gute Kombo kann, dann hat der Gegner keine Chance mehr, da diese nicht nur gespammt werden kann, sondern auch nur schwer zu blocken bzw. abzuwehren ist.

The Division 2

Nach der großen Anschrei-Session in Soul Calibur mussten wir erst einmal unsere Team-Dynamik neu aufbauen. Wir haben uns also für ein Teamspiel entschieden, indem Marcel nicht alle fertig macht.

The Division 2 hat dabei unsere Erwartungen übertroffen. Es hatte eine umwerfende Grafik, eine tolle Umgebung, die von Leben in einer postapokalyptischen Welt nur so trotzte und das Gameplay war sogar besser als im Vorgänger.

The Division 2 kann mit bis zu vier Spielern koop gespielt werden. Jeder dieser Kameraden, und in diesem Spiel geht Kameradschaft über alles, hat 2 Fähigkeiten und Waffen seiner Wahl. In der Demo durften wir je nur eine Fähigkeit auskosten und voreingestellte Waffen nutzen. In meinem Fall gab es eine kleine Drohne als Fähigkeit und eine Schrotflinten/Sniper-Kombination.

Wir sollten eine Geisel befreien, wozu wir sehr viele Gegner taktisch ausschalten mussten. Manche Gegner waren stärker, hatten Panzerung, sodass man diesen erst einmal den Schutz rauben musste, bevor man sie erschießen konnte. Dabei sind Granaten sehr hilfreich, die in diesem Teil irgendwie mehr “Wumms” haben. Ebenfalls leicht verändert ist der Waffenrückstoß, der fast nicht mehr vorhanden ist. Als Scharfschütze mit einem Scharfschützengewehr, das fast keinen Rückstoß hat, ist es deshalb recht leicht, alle Feinde zu elimieren.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ayqMcoQQ7QA

Eine schöne Neuerung stellt dabei die Veränderung der Medikits dar. Diese heilen nun den vollen Lebensbalken über Zeit und nicht mehr nur einen Teil.

Die Bewegung in Deckung fühlt sich nun flüssiger an. Es ist alles nicht mehr so hakelig, sondern lässt sich sehr angenehm spielen und fühlt sich richtig an.

Forza Horizon 4

Ein schönes Auto hat uns angelächelt, uns doch einmal bei Forza anzustellen. Der Titel kommt ja auch schon bald für die Xbox bzw. den PC und kann gratis via Game Pass gespielt werden.

In Forza Horizon 4 hat sich genau das geändert, was sich auch verändern sollte – und dabei ist nicht das Fahrgefühl gemeint. Dieses ist nämlich genauso wie in Horizon 3 und dass ist auch gut so.

In Forza Horizon 4 sieht die Grafik einfach umwerfend aus! Das Wasser, die Lichteffekte, die Partikeleffekte, der Schnee und das Laub … alles hat seine Daseinsberechtigung und macht die sportlich gedachte Fahrt zu einem kleinen Urlaub.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=dGl00hItvbw

Die 4 Seasons (Frühling, Sommer, Herbst, Winter), die wunderbar in der Demo ineinander übergegangen sind, fühlen sich richtig an und lassen einen einfach nur staunen.

Außerdem soll es in Forza mehr Events geben, als in seinem Vorgänger.

Ein echtes Muss für alle Forza Horizon 3-Fans.

Destiny 2 – Forsaken

Okay, ich bin eine echte Sklaventreiberin. Kaum in der entsprechenden Halle angekommen, gab es Kulleraugen meinerseits und alle mussten mit mir Destiny spielen gehen. Dabei handelt es sich um die diesjährige Bungie-Präsenz gerade einmal um einen DLC. Einem großen DLC.

Forsaken soll nämlich nicht nur storytechnisch noch einen drauflegen – Cayde-6 soll sterben – auch der PvP wird ein wenig erweitert.

Im neuen Modus namens Gambit spielen wir erst PvE, sammeln sogenannte Partikel und bringen diese in unsere Basis, um dann entweder einen tödlichen Gegner auf unsere Feinde niederprasseln zu lassen oder uns selbst zu unserem Feind zu teleportieren.

Zwischendurch, wenn wir genug gesammelt haben, darf einer von uns zu den anderen, um diese zu eliminieren. Und wenn wir genug gesammelt haben, kommt ein riesiger Gegner. Welches Team diesen zuerst beschworen UND getötet hat, hat gewonnen.

Während der Anspielsession mussten wir doch immer wieder lächeln. Unsere Namen, die von den Entwicklern ausgesucht worden sind, konnten nicht passender sein: BehindYourBack, KeepYourShirtOn, DogsBestFriend, NoIDidNot…

Sehr schön war es, dass wir nicht nur Spaß hatten, wir konnten auch den Bogen ausprobieren, der brandneu ins Sortiment aufgenommen wird. Zwar ist der Bogen langsam, da man ihn erst einmal spannen muss, doch hat er dafür umso mehr Kraft. Einmal einen Gegner getroffen, kann sich dieser nicht mehr lange auf den Beinen halten.

Generell hat sich Destiny etwas schneller angefühlt und die neue Kombination aus PvP und PvE hat es jedem Spieler erlaubt, genau die Rolle einzunehmen, in der er sich wohlfühlt.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=3zfhavkVzCQ

Ihr seid der absolute Killer? Kein Problem! Dann geht einfach auf die andere Seite und spielt 1v4.

Ihr spielt lieber gegen die doch manchmal dümmlich agierende KI? Kein Problem! Dann tötet kleine Gegner, bis die Sehne des Bogens reißt.

Ihr seht euch mehr als Sammler als dass ihr ein Jäger seid? Kein Problem! Dann sammelt brav Partikel und bringt sie zur Basis.

Jeder ist wichtig und jeder muss seinen Job gut machen, um das gegnerische Team zu vernichten.

Ori and the will of the wisps

Ori 2 ist nunmal Ori. Spieler des ersten Teils werden am zweiten Teil ihre Freude finden, denn die guten Sachen sind geblieben: Wir können immer noch springen, schlagen und natürlich sterben.

Doch das Springen und Schlagen hat sich leicht verändert. Wir haben nun keine Stichflamme mehr, die gut in der Midrange ist. Wir haben einen Bogen und ein Schwert. Also gehen wir entweder sehr nah dran oder bleiben weit in der Ferne. Das kann mal gut gehen, aber es kann auch gewaltig in die Hose gehen.

Das Springen hat sich in dem Sinne verändert, dass wir weniger springen und dafür mehr “dashen“. Wir können in der Luft dashen oder im Sand, sobald wir die Fähigkeit gefunden haben. Denn wie in Ori 1 müssen wir unsere Fähigkeiten an Bäumen finden und dann erlernen und einsetzen.

Das Sterben könnte nicht altertümlicher sein. Wir sterben immer noch recht flott, wenn wir nicht richtig springen, ausweichen oder schlagen. Jegliches Fehlverhalten wird bestraft – mit dem Tod.

Außerdem gibt es nun die Möglichkeit, Nebenquests anzunehmen und diese natürlich auch abzuschließen. In der Demo war diese recht klein, da wir nur etwas im Sand suchen mussten. Der Questgeber ist dabei immer ein kleines putziges Tier, das irgendetwas von uns will

Um einen Überblick über das Gebiet zu bekommen, können wir nun Karten mit erbeuteten Punkten kaufen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=kd0zbNw1VOg

Doch wie zu Beginn gesagt: Ori ist und bleibt Ori. Einfach toll!

Firewall – Zero Hour

Firewall ist ein kleines Herzensprojekt von einem kleinen Studio, das gerne VR-Spiele für Sony entwickeln möchte. In nur einem Jahr haben sie ein VR-Spiel geschaffen, dass einem Rainbow Six Siege sehr nahe kommt.

Wir spielen 4 gegen 4. 4 Leute greifen an, 4 Leute verteidigen.

Der Angriff gestaltet sich im Gegensatz zu der Verteidigung sehr schwer. Wir müssen Missionsziele erfüllen und die Gegner ausschalten, die genau wissen, woher wir kommen.

Die VR-Sicht unterstützt dieses Vorhaben besser als erwartet. Es wird zu einem immersiven Rainbow, indem man richtig zielen muss und die Übersicht behalten muss, um seine Taktiken auszuführen. Teamplay ist dabei nur eines jener Stichworte, die man nicht vergessen darf. Denn oft kommt es vor, dass auf den weitläufigen, verwinkelten Hausmaps auch mal ein Gegner aus einer Richtung kommt, aus der man ihn nicht erwartet hätte. Dann kann nur noch ein Teamkamerad Abhilfe schaffen und einen retten. 180° Drehungen sind nämlich in VR nicht empfohlen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=yAtCpWoZJpU

Unterschiedliche Aussehen, unterschiedliche Waffen, unterschiedliches Loadout – Firewall bleibt individuell und verspricht Koop-Spielspaß. Ein wenig Wettbewerb hat noch niemandem geschadet.

Blood and truth

Nach Firewall durften wir Blood and Truth anspielen. Ich versuche es einmal diplomatisch auszudrücken: So ein schlechtes Spiel habe ich schon sehr lange nicht mehr gespielt.

Wir teleportieren uns in Blood and Truth nach einer 15 minütigen Tutorialphase von A nach B und töten alle Gegner. Wow.

Hört sich nun langweilig an, ist auch langweilig. Und dann ist es auch noch abgestürzt.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=F25wPhd9r4I

Wow.

Assassin’s CReed Odyssey

Als krönenden Abschluss gibt es noch ein wenig Alltagskost. Immerhin erscheint Assassin’s Creed gut einmal jährlich und immer dann, wenn irgendetwas Neues erfunden wird, wird das nächste Assassin’s Creed um jenes Wissen erweitert.

So fühlt sich jedes zweite Assassin’s Creed wie ein riesiges Update an und nicht wie ein neues Spiel.

Ganz klar: Odyssey verspricht eine atemberaubend große Welt, eine lebendige Spielwelt, interessante Charaktere in einem historisch angehauchten Hintergrund und jede Menge Spielzeit.

Jedes Assassin’s Creed hat seine ganz eigenen Stärken und auch Schwächen.

Im neuen Odyssey gibt es eine neue Stärke: die Seeschlacht. In der Demo konnten wir uns diese einmal genauer zu Gemüte führen und müssen doch sagen, dass Ubisoft hier wieder etwas Gutes, nein, sogar Großes gelungen ist. Die See wirkt unheimlich echt und sieht fantastisch aus. Die Kämpfe auf See machen Spaß, denn sie sind nun dynamischer und actionorientier.

Alles wirkt um einiges größer und hübscher.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=KkqHc_vIM30

Und das war ein schöner Abschluss auf einer schönen gamescom – zumindest für Tag 1.

Das Shoppen am Ende muss natürlich nicht weiter erläutert werden. Jeder, der einmal in der sagenumwobenen Merch-Halle war, weiß, dass er hier nicht kostenfrei wieder rauskommt. Von Figuren bishin zu Büchern, Kuscheltieren und auch anderem Merchandise, wird in dieser Halle das Gamerherz vollends aufgehen und zufriedenst seufzen.

 

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One comment

  1. […] haben wir den ersten Tag gut überstanden und beginnen Tag 2 mit all den tollen Titeln, für die wir an Tag 1 zu langsam […]

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