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Outward – das andere Skyrim

In Skyrim sind wir der Dragonborn. Wir beginnen als Held und sterben nicht als Held, denn wir sind unsterblich, super stark und nichts kann uns etwas anhaben. Wir brauchen kein Wasser, keine Nahrung und können in der größten Wüste mit unserer dicksten Rüstung wandern, ohne uns sorgen machen zu müssen, dass wir auch nur einen Schweißtropfen verlieren.

Vom Normalo zum Superhelden?

Outward verfolgt einen anderen Ansatz. Hier spielen wir einen “Normalo”, der Durst hat, zum Wasser greifen muss, auf seine Kleidung achtet und auch mal müde wird, wenn er schon lange auf war.

Kurz: In Outward spielen wir einen waschechten Menschen, mit all seinen Stärken und all seinen Schwächen.

Schön ist daran, dass wenn wir z.B. viel getrunken haben und hydriert sind, unsere Ausdauer schneller generiert. Nicht so schön ist daran, dass es andersherum leider auch negative Auswirkungen hat.

Neben den menschlichen Bedürfnissen und ihrer Befriedigung müssen wir auch noch das menschliche Gehirn nutzen, um etwas zu schaffen. Bevor wir uns in eine Banditengruppe begeben, müssen wir uns erst einmal eine Strategie überlegen. Wir müssen uns rüsten, indem wir z.B. trinken, unsere Lebensanzeige im Auge behalten, die sich teils nur dann wiederherstellt, wenn wir richtig ausgeruht sind. Außerdem müssen wir uns überlegen, welche Fähigkeiten gegen welchen Feind wirklich wirksam sind.

Da wir auch im Couch-Koop spielen können, können wir unsere Strategien mit unserem Partner besprechen.

Über den Tod hinausgehen

Sollte unsere Strategie nicht aufgehen, sterben wir und landen nicht etwa wieder in einem “Neu laden – Screen”. Sollten uns beispielsweise Banditen ausschalten, nehmen sie uns mit in ihr Lager und wir müssen uns einen Weg suchen, um wieder zu entkommen.

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Video-Link: https://youtu.be/sGiCAcOCPy4
Doch was können wir eigentlich neben dem normalen Menschsein tun?

Wir können einerseits eine Art Krieger spielen. Im Gegensatz zu normalen Kriegern aus anderen Rollenspielen können wir nicht einfach mit Schild und Schwert draufkloppen bis der Arzt kommt. Wir müssen uns buffen, unser Schwert oder unser Schild verzaubern, dass sie entsprechend Schaden machen oder abwehren.

Ist uns der Nahkampf zu öde, greifen wir zum Fernkämpfer, dem Gunner. Dieser hat, wie sein Name vermuten lässt, ein Schwert und eine Pistole, die je nur eine Kugel abfeuern kann, bevor man nachladen muss. Um nicht zu viel nachladen zu müssen, können wir unsere Pistole verzaubern. Wir können sie auf “blutdürstig” einstellen, sodass wir Feinden ihr Blut stehlen, in eine Kugel laden und sie mit ihren eigenen Blutkugeln töten. So können wir bis zu dreimal angreifen, bevor wir nachladen müssen. Es gibt aber auch weniger blutrünstige Methoden, wie etwa eine Frostkugel zu laden.

Sind uns Nah- und Fernkampf zu einseitig, können wir auf einen Magier für die Midrange wechseln. Dieser kann nicht etwa eine Feuerkugel ohne Weiteres aus dem Ärmel leiern. Er ist ein Zeichen-Magier, der mithilfe von Runen und Siegeln arbeitet. Der Magier kann Magie in seiner Hand formen und diese dann durch entsprechende Runen und Siegel zu einem Feuerball formen. Es ist also mehr als ein Tastendruck notwendig, um ein guter Magier zu sein.

Ist das nun ein guter oder schlechter Ansatz?

Outward ist ein sehr neumodisches Rollenspiel, dessen Grafik zwar keinem AAA-Titel gleichkommen kann, aber dennoch seinen Charme hat. Es lässt sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr flüssig spielen und sorgt für die nötige Herausforderung. Die neuen Ansätze müssen sich aber noch im Hauptspiel bewähren, da sie zu Beginn zwar sehr viel Spaß machen, doch noch nicht sicher ist, inwieweit sich diese im Spiel noch entwickeln.

Insgesamt soll die Hauptkampagne zwischen 30 und 40 Spielstunden gehen, doch kann das Spiel auf drei unterschiedliche Arten abgeschlossen werden, weshalb sich ein zweiter, wenn nicht sogar dritter Spieldurchgang durchaus lohnt.

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