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Hilda – Gravity Falls made in UK?

Kennt ihr dieses Gefühl wenn man nach einem harten Tag nach Hause kommt und man nur noch den TV einschalten und sich von einer rundum tollen Serie ein Lächeln aufs Gesicht zaubern lassen will?

Nicht viele Serien schaffen dass. Eine der Wenigen war Gravity Falls. Dort traf das 90er Serienkonzept mit einer durchgehenden Handlung gespickt mit Monster of the Week-Folgen auf liebevolle Charaktere, einen tollen Zeichenstil und einer Musik die ich auch heute noch in einer Playlist gerne aufrufe.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=TxMiuJGuXLg

2010 schuf der britische Zeichner Luke Pearson die in Mix aus skandinavischen Sagenwelt und aktuellem Großstadtleben angesiedelte Comic-Reihe Hilda. Und trotz einiger Auszeichnungen hätte ich diese Reihe nie gesehen, wenn nicht Netflix dem kanadischen Studio Mercury Filmworks (bereits einige Arbeiten für Disney wie die Rapunzel-Serie) den Auftrag für eine Animationsserie zu den Comics erteilt hätte.

In einer Staffel mit 13 Episoden zu je ca. 24 Minuten lernt ihr die kleine Hilda kennen. Aufgrund eines Streits mit den unsichtbaren Winzlingen sind sie, ihre Mutter und ihr Haustier der Hirschfuchs Hörnchen gezwungen in die Großstadt Trolberg zu ziehen. Dank ihres freundlichen Wesen lernt sie aber auch dort bald neue Freunde kennen und zusammen gehen sie allerhand Geheimnisse rund um Geister, Trollen und anderen Sagengestalten auf den Grund.

Die beiden ungewöhnlichen Elemente, welche die Serie so interessant machen: Hilda ist trotz ihres Alters & Abenteuerdrangs so überraschend friedlich & um Konfliktlösung bemüht wie ich es sonst nur von Star Trek TNG kenne. Zusätzlich sind in dieser Welt Trolle, Geister, Riesen usw. alltägliche Geschöpfe und es wird nicht ständig auf die “das habt ihr nur geträumt”-Endung hingesteuert.

Tatsächlich werde sogar ernste und aktuelle Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Vorurteile usw. eingegangen und das auf sehr ungewöhnliche Art dank dieser Welt und der gutmütigen Hilda. Dabei wird aber nie die Moralkeule geschwungen, oder eine überdeutliche Lern/Erklärmechanik verwendet!

Untermalt wird das zusätzlich fantastisch von der kanadischen Sängerin Grimes und dem Animationsstil von Mercury Filmworks. Wer will  kann die englische Synchro einschalten, aber die deutsche Stimmen passen hier so perfekt, dass man es ruhigen Gewissens dabei belassen kann.

Die Handlung ist zwar abgeschlossen, eine zweite Staffel wurde von Netflix aber bereits in Auftrag gegeben und es kann von mir aus nicht schnell genug gehen!

Seit Gravity Falls hat mich keine Animationsserie so schnell in ihren Bann gezogen wie Hilda und ich bin fasziniert wie man mit so einer liebevollen Serie so geschickt fast nebenbei aktuelle Themen ansprechen kann. Gebt ihr eine Chance und rauf damit auf die Watchlist!

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