ActionRückblickendVideospiel

Darksiders 2 – Eine Geschichte von Krieg und Tod

In Darksiders werden wir in eine fantastische Welt voller Engel, Dämonen und Halbwesen entführt.

Nachdem Krieg, einer der Vier Reiter, angeblich das Siegel gebrochen hat, gingen Himmel und Hölle aufeinander los. Dieser große Krieg, der die Balance von Gut und Böse auf die Probe stellen sollte, fand auf der Erde statt. Die Menschen waren für so einen Krieg noch nicht bereit und wurden vernichtet.

Kriegs Geschichte beginnt an dem Tag, an dem er gerufen wird, nachdem das Siegel gebrochen wurde. Er befindet sich auf dem Schlachtfeld zwischen Trümmern, Leichen und kämpfenden Bestien. Kaum kann er sich auf dem Schlachtfeld behaupten, beginnen auch schon die Anschuldigen, dass er das Siegel gebrochen habe und somit die Menschheit verdammte. Er macht sich auf den Weg, um seine Unschuld zu beweisen.

Mehr zu Darksiders 1 erfahrt ihr hier.

Etwa zeitgleich oder zumindest zeitnah spielt die Geschichte von Darksiders 2. Tod ist dem Ruf gefolgt, den sein Bruder am Ende des ersten Teils abgesetzt hat. Er kann nicht glauben, dass sein Bruder der Schuldige am Tod der Menschheit sein soll.

Denn Tod ist einer jener 4 Reiter, der sehr viel Mitgefühl für seine Familie in sich trägt – und dass nicht nur bildlich. Tod war dafür verantwortlich, die Nephilim zu töten. Jene Wesen, die eine Mischung aus Engeln und Dämonen darstellen und das Gleichgewicht somit durcheinander gebracht haben. Diese sollte er vernichten, doch Tod hatte einen anderen Plan. Er besiegte sie und trug ihre Seelen bei sich.

Als Tod also in dieser neuen Weltordnung erwacht, hat er vor allem ein Ziel: Er möchte die Unschuld seines geliebten Bruders beweisen.

 

So macht er sich auf den Weg und trifft einige Charaktere, die uns schon aus dem ersten Teil bekannt sein dürften. Er fackelt nicht sehr lange. Wenn Tod etwas haben möchte und es nicht sofort bekommt, dann greift er zu seiner mächtigen Sense und bringt notfalls auch den Tod mit sich. Außerdem führt er noch einen Revolver und eine Zweitwaffe, die nicht nur hübsches Beiwerk zum Töten sind, sondern auch dabei helfen, Rätsel zu lösen.

Das macht ein Darksiders aber auch aus: töten, klettern, rätseln, töten, klettern,…

Diese Dreifaltigkeit funktioniert besser, je länger man spielt. Man kann sich zum Beispiel aussuchen, ob man lieber auf Nummer sicher geht und Lebenserhaltungsskills freischaltet oder ob man sich der Nekromantie hingibt und explodierende und teils auch feuerspuckende Ghule herbeiruft, die einem nicht nur einmal den Bossgegner allein besiegen.

Es können neben diesen Fähigkeiten auch noch neue Bewegungsmöglichkeiten freigeschaltet werden. So kann Tod nach einer Ausweichrolle zum Beispiel ordentlich zuschlagen.

Die Steuerung ist dabei recht intuitiv. Man kann ausweichen, kontern, leicht zuschlagen, schwer zuschlagen oder aber auch in die Reaper-Gestalt übergehen. In dieser Gestalt können wir ordentlich zupacken.

Diese Gestalt ist vor allem bei Bossen ein Segen, denn so können wir sie schneller in die nächste Phase bringen. Aber Vorsicht: Verursachen wir zu viel Schaden, kann der Boss nicht in die nächste Phase und gewinnt an Lebensenergie zurück (sehr ärgerlich).

Haben wir den Boss geschafft, der meist eine sehr einfache Mechanik zutage trägt oder eben nur eine ordentliche Tracht Prügel verdient, erhalten wir Loot.

Wir sprechen dann aber nicht von nur einem Hammer oder eben nur einem Schwert. Es gibt tonnenweise Loot von Gegnern. Bosse geben uns meist nur ein wenig Geld und vielleicht eine besondere Waffe. Kleine Gegner hingegen verschenken kistenweise Rüstung, Items und auch Waffen, die sorgsam aussortiert werden müssen oder beim nächsten Händler zum Verkauf angeboten werden können.

Die Level bleiben dabei recht überschaubar. Es gibt unterschiedliche Gebiete, die man aber immer erst dann erahnen kann, wenn man in der Hauptgeschichte weiterkommt. Jedes Gebiet fühlt sich wie das Ende des Spiels an. Es gibt eine Reihe von Aufgaben, die dann zu einem storytechnischen Klimax führen, der wiederum in einem riesigen und teils auch sehr schweren Boss mündet. Nicht nur einmal dachte ich mir, dass das Spiel ja nun vorbei sein müsse.

Zum einen ist es Schade, wenn man glaubt, dass es nun vorbei ist und man hat gerade einmal den Anfang gesehen. Zum anderen ist es auch sehr erfreulich, wenn man weiß, dass man noch ein ganzes Gebiet vor sich hat und es eben noch nicht vorbei ist.

Das Rätseln ist an manchen Punkten wirklich knackig und erfordert alle Fähigkeiten, die man zuvor gelernt hat. Sobald man einen neuen Trick gelernt hat, sollte man diesen nicht wieder vergessen.

Man wächst also nach und nach in das Spiel herein und merkt sichtlich, wie man besser wird.

Technisch gesehen ist das Spiel eine kleine bis mäßige Katastrophe. Nicht selten ist es mir auf der Xbox One X abgestürzt oder hatte fürchterliche Ruckler, die dann zu einem weiteren Absturz geführt haben. Da das Spiel häufig automatisch speichert, war aber höchstens die Rede von gut 5 Minuten Verlust an Spielzeit. Ärgerlich war es rein dann, wenn es während des Bosskampfes passierte (am besten noch im letzten Drittel).

Die Grafik ist an sich in Ordnung. Der ganz eigene Look unterstreicht die fantastische Geschichte und auch das Wesen des Charakters. Spielt das Geschehen im Himmel, gibt es viele weiße und auch goldene Verzierungen. Spielt es in der Hölle sehen wir viele Leichen, viel Feuer und erloschene Gluten.

Das Spiel dauert gut 20-30 Stunden an. Es kommt ganz darauf an, ob man sich für die DLCs interessiert und ob man Lust auf Nebenaktivitäten hat. Mich hat eher die Geschichte interessiert, weshalb ich auch relativ schnell durchgespielt habe, ohne mich an Nebenaktivitäten zu halten, die auch wirklich oft aus “Sammle 10 hiervon, sammle 100 davon,…” bestanden.

Wenn man Darksiders 3 spielen möchte, die Vorgeschichte aber nicht kennt und die alten Teile nochmals nachholen möchte, kann man dies via den Game Pass auf der Xbox sehr günstig tun. Die ersten beiden Teile sind nämlich in ihrer überarbeiteten Form enthalten. Den zweiten Darksiders-Teil gab es auch schon in seiner Remaster-Form als PS Plus-Dreingabe. Auf dem PC erhält man neben einer sehr viel besseren Framerate auch noch ein leicht aufgehübschtes Bild durch Kantenglättung, doch auch diese Version ist nicht perfekt.

Tags:

One comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.