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God Eater 3 – Review

‘God Eater 3’ ist ab sofort auf dem PC, der PS4 und der Xbox One erhältlich. Das Spiel kostet satte 59,99€. Ob sich der Preis lohnt, oder ob man lieber noch etwas auf einen Rabatt warten sollte, erfahrt ihr in diesem Review.

Wir durften ‘God Eater 3’ vorab spielen und konnten uns ein genaues Bild von dem Spiel machen. Getestet haben wir es auf der PS4.

In ‘God Eater 3’ schlüpfen wir in die Rolle eines selbst erstellten Charakters. Ob dieser nun Männlein oder Weiblein ist, ist dabei weniger wichtig. Im Laufe der Geschichte werden wir immerzu als “die Person” angesprochen, sodass es nicht zu seltsamen Momenten kommt.

Der Anfang kann dabei gerade für Neueinsteiger sehr schwierig sein. Direkt nach der Charaktererstellung erwachen wir angekettet an einen Stuhl. Auch wenn wir aus diesem Stuhl rausgelassen werden, bleiben die Ketten bestehen. Wir sind nämlich ein “God Eater”, eine Person, die Waffen namens “God Arcs” nutzen kann und mit anderen Geschöpfen resonieren kann. Diese Resonanz kann ganz hilfreich sein, um Gedanken zu lesen oder auch um ein Flugschiff zu fliegen.

So erwachen wir und sitzen erst einmal in einem kleinen Gefängnis mit mehreren Menschen unserer Spezies fest. Immer wieder kommen Wärter herein und befehlen uns, Missionen abzuschließen, die schnell unseren Tod herbeiführen können. Alles, was dabei zählt, ist, dass wir unsere teuren Waffen nicht beschädigen, denn diese müssen wir selbst pflegen – mit unserem Geld, unseren erspielten Ressourcen.

So entschwinden wir immer wieder dem Gefängnis für gut 2 minütige Missionen, in denen wir verschiedene Kampfstile ausprobieren können und unsere Waffen auf ihr Handling überprüfen.

Wir lernen schnell, dass wir unsere Waffe transformieren können in etwas… Dämonisches.

Während eines Einsatzes gerät doch die ganze Planung ins Schleudern. Der Wassernabel-Clan, unter dem wir als Sklaven und Untermenschen eingesetzt werden, wird von einem Aschenebel heimgesucht, der viele Asche-Dämonen mit sich bringt. Ein Aschengeborener allein kann eine ganze Kolonie auslöschen.

Da wir nun einmal Untermenschen sind, kommt uns keiner zur Hilfe. Nicht einmal die Kinder sind in Sicherheit.

Nur ein Schiff, das in der Gegend ist, bietet an, die Kinder im Gefängnis zu retten – für eine Gegenleistung. Die Dämonen sollen solange in Schach gehalten werden, bis das Luftschiff sicher abheben kann.

Gesagt, getan – kaum auf dem Schiff angekommen, befinden wir uns in Hildas Gefilden. Diese bietet uns eine gute Belohnung an, wenn wir ihr auf den Weg zu einem Port helfen, um eine mysteriöse Fracht abzuliefern.

Alles, was das kleine Grüppchen aus Augestoßenen aber möchte, ist die Freiheit und für diese sind sie bereit, zu kämpfen, sich diese zu verdienen.

Und so beginnt eine gut 15 bis 20 stündige Reise in unzählig nicht so schöne Gebiete.

‘God Eater’ unterscheidet rein spielerisch zwischen Zwischensequenz, Missionen, Expeditionen und sogenannten Angriffsmissionen.

Normale Missionen gehen in der Regel keine 5 Minuten und stellen uns vor nicht allzu große Herausforderungen. Gerade zu Beginn, wenn man etwa nur einige Spinnen ausschalten muss, gestaltet sich die Herausforderung als eher nicht existent.

Expeditionen sind dabei schon herausfordender. Diese bestehen aus 2 aneinander gereihte Missionen, zwischen denen man nicht seine Heiltränke auffüllen darf. Man muss also mit den Ressourcen bestehen, die man sich zuvor ausgesucht hat.

Angriffsmissionen sind spezielle Missionen, die man online mit anderen Spielern zusammen abschließt. Auch diese haben ein Zeitlimit von gerade einmal 5 Minuten. In dieser Zeit muss man einen schwierigen Gegner bezwingen. Man kann mit anderen Spielern nach einer gewissen Zeit resonieren, eine Art Verbindung eingehen, die es erlaubt, sich gegenseitig zu buffen. Sei es nun ein Buff, der uns schneller heilen lässt oder ein Buff, der unsere Angriffe verstärkt – es hat immer Vorteile.

Diese Buffs kann man auch mit seinen KI-Verbündeten eingehen. Auf jeder regulären Missionen dürfen bis zu 3 KI-Begleiter mitkommen. Diese unterscheiden sich in ‘Damage Dealer’, Heiler und auch Fernkämpfer.

So kommen wir zu den Waffen. Es gibt Nahkampfwaffen, wie z.B. riesige Kriegshammer, Sensen, Dolche oder auch Zweihänder. All diese Waffen lassen sich ganz unterschiedlich spielen und sehen zudem ziemlich cool aus.

Es gibt aber auch Fernkampfwaffen, u.a. auch Laserstrahl-Waffen, Schrotflinten und Maschinengewehre. Die Handhabung ist dabei typisch japanisch und nicht wirklich intutiv. Man kan nicht zielen und gerade bei großen Gegnern, die in der Luft schweben, ist dies eher kontraproduktiv.

Dann gibt es noch eine Schildgattung. Es gibt große, kleine und mitllere Schilde, die einem Schutz in brenzligen Situationen anbieten.

All diese Waffen kann man, ähnlich wie in ‘Monster Hunter’ mit Materilien, die wir aus Monstern gewinnen, aufwerten. Auch hier gilt, dass man viele Waffen nur durch das erneute Legen eines bestimmten Gegners aufleveln oder gar herstellen kann.

Kommen wir nun zu den etwas unschöneren Dingen: die Grafik und die Performanz. ‘God Eater 3’ lässt sich sehr gut spielen und hat eine gute Geschichte, doch die Grafik ist wirklich nicht ausreichend. Vieles ist matschig dargestellt, viele Level werden mehrmals wiederholt und sind schlauchig aufgebaut. Es kommt nie vor, dass man sich freiwillig ein Gebiet anschaut, denn es sieht teils schlechter aus, als ein PS3-Spiel. Lichteffekte und auch Schatten muss man eher suchen, Partikel sind auf ein Minimum reduziert und das Einzige, das gut aussieht, sind die Transformationen der Waffen. Selbst die Monster sind vor allem gegen Ende des Spiels eher einfallslos gestaltet und wiederholen sich zu häufig.

Da das Spiel nun nicht den Grafikstand eines ‘Resident Evil 2’ oder eines ‘Uncharted’ aufweisen kann, ist es umso ärgerlicher, dass es ständig ruckelt. Natürlich kann sich dieser Umstand mit einem Patch verbessern, doch momentan ist es noch sehr unangenehm.

Fazit:

‘God Eater 3’ ist an sich ein gutes Spiel. Es ist zwar sehr repititiv und weiß nur selten, mit etwas Neuem aufzukommen, doch macht es viel Spaß, online mit anderen Leuten zu spielen und auch das Aufleveln der Waffen durch Ressourcensammeln kann sehr entspannend sein. Die KI ist nicht immer hilfreich und läuft in seltenen Fällen auch gerne im Kreis umher, doch fühlt es sich dadurch nicht so trostlos an, wie die Grafik es vermuten lässt.

Die Zwischensequenzen sehen wirklich gut aus. Sie befinden sich auf einem guten Anime-Niveau und sind auch wirklich spannend. Leider gibt es nur sehr wenige solcher Sequenzen im Spiel.

Dass unser Charakter keine Sprachausgabe hat, stört auch gar nicht so sehr. Dieser ist immer mit anderen Charakteren, u.a. auch einem Anführer unterwegs, der die Gespräche führt und es so nicht allzu offensichtlich ist.

Generell erinnert ‘God Eater 3’ an eine Mischung aus ‘Monster Hunter’ und Anime, doch macht es nur in den ersten Spielstunden wirklich Spaß. Es wird zu schnell ermüdend und wird gegen Mitte des Spiels noch einmal reanimiert, wenn die Multiplayer-Schlachten stattfinden. Der Rest gestaltet sich leider nu so “lala” und eine richtige Empfehlung kann ich für einen 60€-Titel an der Stelle nicht aussprechen. Vielleicht kommen Fans auf ihre Kosten, doch kann der Titel nicht mit ‘Resident Evil 2’ oder ‘Kingdom Hearts 3’ konkurrieren.

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One comment

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