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World War Z – Lizenzschrott oder Hoffnung für L4D Fans?

Kennt ihr das? Ihr seht ein bestimmtes Spiel im Laden bzw. in einem beliebigen Download Store und denkt euch, dass ihr das spielen wollt? Ohne euch vorher großartig zu informieren? So ging es mir jetzt aktuelll mit World War Z. Der Schuss kann natürlich mal so richtig nach hinten losgehen und solche Aktionen haben mir schon so manchen Fehlkauf eingebracht aber no risk, no fun! War der Kauf also ein Fehler? Nö!

Seit Jahren warte ich (und sicherlich nicht nur ich) auf einen dritten Teil der Left4Dead Reihe und warte wohl vergeblich. Immer wieder kommen Spiele auf den Markt, die versuchen dieses Warten zu beenden (oder erträglicher zu machen) wie zuletzt z. B. Overkills: The Walking Dead. Das letzteres nicht so wirklich die Erwartung erfüllen konnte, muss ich jetzt nicht weiter erläutern und daher war ich gewillt World War Z eine Chance zu geben. Und es hat sich gelohnt! Die Server laufen stabil, das Gameplay passt und das Freischaltungssystem motiviert. Aber eines nach dem anderen.

Der Herz des Spiels ist natürlich die Koop-Kampange. Diese beinhaltet 4 Abschnitte mit jeweils 3 Missionen. Gespielt wird immer zu viert und sollten nicht genug Mitspieler vorhanden sein, wird der vierte Platz durch die KI aufgefüllt. Natürlich kann man auch nur mit 3 KI Figuren losziehen, was aber den Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht. Selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad ist die KI nicht gerade die beste Wahl. Aber dafür ist das Spiel auch nicht gedacht um ehrlich und fair zu sein.

Lobenswert ist aber wirklich, dass man auch nicht unbedingt die eigene Freundesliste nach Mitspieler absuchen muss. Auch das Spielen mit Randoms ist spaßig, da es nie irgendwelche Ziele gibt, die genaue Absprachen benötigen. Das klingt erst mal stumpf, ist aber eine stärke des Titels weil so jeder in den Genuß des Spiels kommen kann.

Die Missionen sind sicherlich nicht Revolutionär. Rette diesen Doktor, fliehe aus dem Areal usw.. Aber darum geht es nicht. Viel mehr geht es immer um den aussichtslosen Kampf gegen die Gegnerwellen und die verschiedenen Zombies. Wenn von allen Seiten die Untoten auf einen zustürmen, ist das immer ein absoluter Überlebenskampf. Anfangs dachte ich auch, dass sich das irgendwann abnutzt, aber ich sah mich gettäuscht. Jede Runde fühlte sich irgendwie anders an was vor allem an dem Verhalten der Mitspieler liegt. World War Z macht hier nichts aussergewöhnlich neues oder innovatives – weiß aber trotzdem zu gefallen.

Was das Spiel aber richtig gut macht, ist der Grind dem man erliegt. Jede Klasse und jede Waffe will verbessert werden. Und das ist auch wichtig! Ohne Level Ups und neue stärkere Perks könnt ihr euch den Gang in die höheren Schwierigkeistgrade sparen! Aufgelevelt wird durch das ganz normale Spielen und das benutzen der Waffen.

World War Z hat aber auch noch PvP-Matches und die sind auch sehr gut. Gekämpft wird 4 gegen 4 gegen Zombie Horden. Es macht einfach einen riesen Spaß wenn im Kampf gegen menschliche Gegner plötzlich eine Zombie-Lawine auf euch hereinbicht. Zur Auswahl stehen verschiedene Spielmodi in dem ihr natürlich auch eure Klassen und Waffen leveln könnt.

Technisch (ich spiele auf der PS4 Pro) ist World War Z sauber und zwecksmässig. Mir ist bisher nichts aufgefallen, was mich absolut stört. Framerate bleibt stabil und Grafik und Sound sind ebenfalls gut. An manchen Stellen ist es sogar sehr hübsch anzuschauen (Tokyo).

World War Z ist ein solides Koop Zombie Gemetzel das sich vor allem Fans der Left4Dead Spiele unbedingt anschauen sollten. Die Kampange wie auch der PvP machen Spaß und das Grind-System erzeugt eine gewisse Sucht. Wenn dann noch über die kommenden Wochen und Monate immer weiter neuer Content kommt, könnte das Spiel eine lange Lebensspanne erwarten.

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