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Wolfenstein: Youngblood – frisch angespielt

Ich weiß auch nicht, eigentlich habe ich den Artikel sehr negativ angefangen, also beim ersten Mal, aber das wird dem Spiel nicht wirklich gerecht, denn Wolfenstein: Youngblood ist vielleicht kein gutes Wolfenstein, aber ein gutes Spin-Off.

Kommen wir aber erst einmal zu den wichtigen Dingen, die Story. BJ ist verschwunden und hinterlässt seine Nazi hassenden Zwillings-Töchter, die alles tun, um ihren Daddy zu finden. So geht es nach Paris und man fängt an, Regim-Soldaten umzubringen.

Wem jetzt schon aufgefallen ist, dass ich die Begriffe von Nazi zu Regim-Soldat gewechselt habe, dem ist schon ein großer Schnitzer in der ersten Stunde aufgefallen, denn hier wechselt das Spiel plötzlich selber die Begriffe.

Wo es in der ersten Zwischensequenz noch Nazis hieß, ist es nach dem Prolog nur noch das Regime. Scheinbar wussten die Übersetzer anfangs selber nicht über die Rechtslage Bescheid und haben einfach angefangen, aber um das ganz einfach zu umgehen, kann man sich auch die internationale Version kaufen, die sogar eine USK-Freigabe hat, damit man alle Gespräche auf Englisch und mit der, von den Entwicklern erdachten, Symbolik hat.

Das Gameplay bewegt sich mit Hilfe der Arkane Studios zwischen klassischem Wolfenstein-Geballer und sneaky Dishonored-Action, dabei fühlt sich das Gameplay gut an und macht auch extrem viel Spaß. Die verbesserten Skills und auch die besonderen Skills, wie Unsichtbarkeit und Doppelsprünge sind einfach nur cool und passen super in die größeren Bereiche.

Jetzt kommen wir aber mal zu dem, was mir dann auch sehr negativ aufgefallen ist. Denn Youngblood hat keine klassische Story, viel mehr erledigt ihr Aufgaben in theoretisch beliebiger Reihenfolge, um eurem Ziel näher zu kommen. Hört sich soweit noch ganz geil an, wenn da nicht zwei Sachen stören würden.

Das Erste, was mich nervt, sind leider die belanglosen „Nebenmissionen“, die man erledigen muss, damit man trainiert. An sich eine coole Idee, aber die Charaktere sind mir dann leider so egal, dass ich einfach nur hoffe, schnell im Level aufzusteigen, damit ich endlich mal erfahren kann, wie es mit der Story weitergeht.

Das Zweite, was nervt, sind die Rollenspiel-Anleihen. Warum muss ich in einem Shooter leveln, damit ich die Story weiterspielen kann? So versaut Bethesda sich sogar sein eigenes Konzept, in dem ich Missionen doch nach Reihenfolge spielen muss, da ich ja erst einmal leveln muss, da ich sonst nicht stark genug bin für die nächste Mission.

Das ist leider wirklich schade, da sich der Rest halt extrem gut anfühlt, aber mich die beiden Negativpunkte immer wieder nerven und mir so den Spielspaß rauben. Trotzdem bietet Youngblood Spaß und gerade im Koop gibt es bestimmt viele lustige Momente, gerade, da die Schwestern extrem gut harmonieren und wer heilt sich nicht gerne, indem man Gesten macht!

Wolfenstein: Youngblood ist kein klassisches Wolfenstein, sondern „nur“ ein Spin- Off mit coolem Gameplay, aber auch nicht so toll umgesetzten Ideen. Jeder, der Wolfenstein gut findet und bei Dishonored seinen Spaß hat, kann aber gerne zugreifen. Der Rest sollte auf ein gutes Angebot warten, aber spätestens da sollte man sich einen Freund oder auch eine Freundin schnappen und auf die Jagd gehen! UVP ist für die normale Version 29,99€ und für Deluxe Edition, mit der ein Freund mitspielen kann, 39,99€.

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