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Wasteland 3 – angespielt

Wasteland gehört zu jenen Spielemarken, die sich vor ihrer herausragenden Story und Geschichtsschreibung wirklich nicht verstecken müssen.

Man könnte Wasteland am besten als Mischung aus einem weit verzweigten Entscheidungsbaum mit Kampfanleihen von XCOM bezeichnen, doch würde diese Beschreibung Wasteland 3 nicht gerecht werden.

Nachdem das Studio hinter Wasteland 3 eine Kooperation mit Microsoft eingegangen ist, hat dieses nun auch die Mittel, seinen eigenen Traum zu verwirklichen, und dass auch in einem entsprechenden Ausmaß.

Ich hatte die Ehre, Wasteland 3 auf der gamescom anspielen zu dürfen und schon einmal vorweg: Es hat mich umgehauen.

Die anspielbare Demo fing damit an, dass wir jemanden retten sollten. Hierfür sollten wir mit unseren Squad aus 4 Rangern in unserer großen Kampfmaschine losziehen.

Schon nach kurzer Zeit sind wir auf die ersten Gegner gestoßen.

Da hieß es sofort, Deckung suchen, Deckung des Gegners mit dem Rover umfahren (ja, man kann jetzt auch den Rover an manchen Stellen des Spiels aktiv nutzen), Squad in eine gute Schussposition bringen und dann nach und nach die Gegner stellen.

Hierfür kann man Standardwaffen und auch Angriffe nutzen, oder sich die speziellen Fähigkeiten zunutze machen.

Man kann beispielsweise einen gezielten Schuss auf Schwachstellen abgeben (Kopf, Arme, Beine, Tanks), die je unterschiedliche Boni geben. Zielt man auf die Arme und schießt diese ab, kann der Gegner in der nächsten Runde einarmig nicht mehr so gut zielen und somit werden seine Angriffe abgeschwächt. Zielt man bei einem Boss auf den Tank, explodiert dieser und lässt die Gegner in einem flammenden Inferno vergehen.

Selbst im Kampf haben wir also einen Bewegungsfreiraum, können uns Strategien ausdenken und diese voll und ganz ausleben.

Das Spiel endet aber nicht schon beim Erkunden und Kämpfen. Die Hauptader des Spiels dürften die ausgezeichneten Dialoge sein.

Zwar gibt es auch einige Rollenspielelemente, wie etwa das Wechseln von Ausrüstung und auch das Leveln von Spezialfähigkeiten, doch machen die Dialoge noch am meisten Spaß, da sie sehr facettenreich sind.

Man kann unterschiedliche Dialogoptionen freischalten, u.a. auch Überzeugung und Drohung, aber auch ohne diese Zusatzoptionen bleiben einem sehr viele Freiheiten. Man kann Bosse dazu bringen, sich einem anzuschließen, man kann sie erschießen oder ihnen so lange drohen, bis sie einem das geben, was man benötigt.

Wasteland erscheint 2020 und soll gute 50 Stunden Spielzeit haben. Wasteland 2 hatte vergleichsweise 80 Stunden. Dass Wasteland 3 nur noch 50 Stunden haben soll, hat den Vorteil, dass der Wiederspielwert gegeben ist, da man 50 Stunden in der heutigen kurzlebigen Zeit besser arrangieren kann als 80.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung, da Wasteland 3 immer noch Wasteland ist, aber sehr viel besser, schneller, intuitiver, schicker und immersiver.Auch Neueinsteiger sollten keinerlei Probleme mit dem dritten Teil haben, da dieser geschichtlich nicht zu nah am Wasteland 2 angelehnt ist.

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One comment

  1. […] im Frühjahr für den PC, die PS4 und im Game Pass für die Xbox. Auf der gamescom durften wir das Spiel antesten und haben einige Szenen, die in diesem brandaktuellen Trailer sind, auch schon selbst […]

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