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Resort – finstere Geheimnisse in Laburnum Creek

Mein letzter Termin auf der gamescom in Köln wird mein erster Artikel. Anders als in den Jahren zuvor zäume ich das Pferd mal von hinten auf und erzähle euch von meinen Eindrücken, die ich zu Resort erleben durfte. In der Indiebooth Arena in Halle 10.2 wartete bereits Matthias Nikutta, Art Director, von Backwoods Entertainment auf mich. Auf der Messe zeigten sie ihr neues Werk, in dem ihr die Schriftstellerin Laura Tanner spielt.

Ein Komet ist auf dem Weg, die kleine Stadt Laburnum Creek auszulöschen. Die renommierte Schriftstellerin Laura Tanner besucht den ehemaligen Kurort, um mehrere Einwohner zu interviewen, die sich weigern zu gehen. Aber im Herzen dieser malerischen Stadt ist etwas faul. Neugierige Charaktere und surreale Begegnungen erwarten Laura auf einer rätselhaften Reise zwischen Traum und Wirklichkeit. Wird Laburnum Creek auch sie in seinen Bann ziehen? Oder wird sie alles aufs Spiel setzen, um die Wahrheit aufzudecken?

Der Stand war nicht nur schön dekoriert und sog einen gleich in seinen Bann, auch Matthias war ein überaus freundlicher, interessierter und netter Gesprächspartner, der mich gleich einlud das Spiel und die vorhandene Demo auszuprobieren. Im Point-and-Click-Adventure, welches einen großen Wert auf die erzählte Geschichte legt, gefiel mir sofort der herbstliche Farbton und die eher durch den Gesamteindruck überzeugende Grafik. Was heißt das? Das Spiel protzt nicht mit Details an hochauflösenden Texturen oder kaum zu glaubenden Partikeleffekten, es ist eher eine Mischung aus passender Stimmung und einer gut gewählten Farbpalette. In dem frühen Stadium des Spiels mag ich darüber logischerweise noch kein finales Urteil fällen, aber selbst jetzt mochte ich die Präsentation. 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=4QLUG3LGLTo

Die Steuerung war noch etwas grob, hakelig und auch die Animationen noch lange nicht final – Matthias berichtete davon, das erst vor wenigen Monaten noch einmal vieles über den Haufen geworfen wurde und das Spiel sich gerade im letzten Quartal noch stark verändert hat. Bei den Animationen griff man auf einen Pool aus vorgefertigten Animationen zurück, um auf der Messe überhaupt etwas spielbares präsentieren zu können. Und dennoch, ja dennoch gefiel mir Resort! 

Der Grund ist folgender: Die Dialoge sind jetzt schon interessant geschrieben und so erlebte ich schnell wie gebannt ich vorm Bildschirm saß, das Gewusel im mich herum kaum noch wahr nahm und schon jetzt gerne mehr gewusst hätte. Während den Dialogen habt ihr ganz typisch eine Auswahl an möglichen Antworten, die das Gespräch in interessante Wendungen lenkten. So unterhielt ich mich mit einem Familienvater auf der/dem Terrasse/Balkon und von der heranrauschenden Gefahr war plötzlich nicht mehr die Rede, ohne die Bedrohung zu verdrängen oder zu vergessen. Aber es rückte die Tiefe und die persönliche Geschichte der Charaktere in den Vordergrund. “Wunderbar!” dachte ich mir – ausgezeichnet gewählter Abschnitt und mutig das auf der gamescom zu zeigen. 

Schlussendlich nahm die Unterhaltung eine dramatische Wendung, ich wurde förmlich vom Hof gebrüllt und zog mich zurück in meine Unterkunft. Nachts, es knallte plötzlich laut. Ich rannte aus dem Haus und runter zum Ufer des Sees. Dort wo ich wenige Stunden zuvor noch saß schossen Flammen gen Himmel und vom Haus wird nichts mehr übrig bleiben.

Das Ende der Demo war erreicht und die Bilder, die Stimmung und Atmosphäre habe ich noch in mir und vor meinen Augen. Ein konkreten Release gibt es noch nicht, geplant sei er für 2021 – aber Freunde von gut erzählten Geschichten sollten Resort definitiv im Auge behalten und es auf dem Schirm haben. Es könnte einer der Titel werden, die still und heimlich viele Herzen erobert und so seinen Lauf durchs Netz nimmt. Ich wünsche dem Team auf jeden Fall viel Erfolg und bin gespannt wie dieser großartige Cliffhanger weitergeführt wird!

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