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The Walking Dead – Definitive Edition

Am 10. September ist die Definitive Edition der „The Walking Dead“-Reihe von Telltale Studios für PC, Xbox und Playstation 4 erschienen. Diese neue Version umfasst alle vier Staffeln mit all ihren Inhalten, als auch den DLC 400 Days und The Walking Dead: Michonne. Die ersten drei Spiele wurden mit einem neuen Grafikstil versehen, der dem aus dem vierten Spiel näherkommen soll. Der sogenannte „Graphic Black“-Stil soll die Spiele comichaft aussehen lassen und bringt zusätzlich mehr Licht in die düstere Atmosphäre. Wortwörtlich.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=38&v=uRlAzYl8pbA

Der „Graphic Black“-Stil im Vergleich zu den Originalspielen.

Man startet in eine Ansicht von Clementines Haus aus der ersten Staffel. Dort gelangt man entweder zu den einzelnen Staffeln oder zu dem massigen Bonusmaterial. In der Art-Galerie kann man die Konzeptgrafiken für die verschiedenen Staffeln finden. Ein Musikspieler lässt zwischen den verschiedenen Soundtracks wechseln. Diese spielen auch nach Verlassen der Sound-Auswahl weiterhin im Menü. Unter dem Punkt Entwicklerkommentare befinden sich Dokumentationen zu den verschiedenen Staffeln und der Rettung der Serie durch Skybound Games. Für jeden Menüpunkt zoomt die Szene auf ein anderes Detail, beispielsweise für die Musik auf einen alten Plattenspieler im ausgetrockneten Pool.

Für alle, die die Geschichte der Spiele noch nicht kennen: Es geht um Clementine, die zum Anfang der Reihe erst 8 Jahre alt ist. Die Staffeln zeigen ihr Bestehen in der Welt nach dem Ausbruch des Zombievirus. Dabei trifft sie auf verschiedene Personen. Diese sind allerdings nicht immer freundlich. Im Verlauf der Geschichte trifft man Entscheidungen, die Einfluss auf das Geschehen und das Handeln der anderen Charaktere hat. Dadurch, dass die Spiele die Entscheidungen aus den vorherigen Staffeln einsehen können, verändert sich auch dort der Spielverlauf und man erhält unterschiedliche Ausgangssituationen und Enden.

Die Spielreihe schafft es, auch heute noch, eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Man fiebert mit Clementine mit und versucht, möglichst alle am Leben zu halten. Oder eben auch nicht. Die Charaktere sind vielfältig und sehr individuell. Einige der auftauchenden Figuren sind sogar für Kenner der originalen Comics oder der Fernsehserie bekannte Gesichter. Diese tauchen leider nur sehr spärlich und auch nicht besonders lange auf.

Als Fazit zu unserem Blick auf die Definitive Edition: Die Collection ist ein schöner, runder Abschluss der Reihe. Durch den neuen Grafikstil wird eine andere Atmosphäre geschaffen. Dabei ist zu beachten, dass der persönliche Geschmack eine große Rolle dabei spielt, ob man diesen gut oder schlecht findet. Wer sich gerne Artworks ansieht und Soundtracks anhört, wird mit dem Bonusmaterial nicht im Stich gelassen. Die Masse an Bildern und Musik ist definitiv ausreichend. Wer bereits alle Spiele der Reihe besitzt, sollte allerdings abwägen, da sich am Gameplay nichts geändert hat.- die Spiele an sich sind die Gleichen.

Wer also noch nicht die Chance hatte, alle Spiele zu spielen oder den Stil der vierten Staffel in den anderen Spielen sehen möchte, sollte die Definitive Edition in Erwägung ziehen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=JOMScEpwaFI

Noch ein paar kleine Funfacts: Beim Spieltest gab es ein paar lustige Glitches mit fehlenden Objekten und sehr interessante Hieroglyphen in den deutschen Untertiteln. Das hat allerdings keinen negativen Einfluss auf das Spielerlebnis gehabt.

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