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What we leave behind – Erinnerungen gehen nicht verloren

Im Genre der roguelikes bin ich ehrlich gesagt nicht zu Hause; kaum einen der Titel in den vergangenen Jahre habe ich ausreichend gespielt oder stark verfolgt, um mir ein Urteil zu fällen – in wie weit die Idee hinter What we leave behind neu oder anders ist. Angesprochen und interessiert war ich davon aber dennoch! Warum und wieso erfahrt ihr den kommenden Absätzen.

What we leave behind spielt in einer fiktiven japanischen Stadt – Raum und Zeit sind nicht miteinander verknüpft. Die Tage wiederholen sich und Bill Murray gibt euch die Klinke in die Hand. Die Zeit schreitet nur voran, wenn ihr euch bewegt und solltet ihr in der prozedural generierten Welt sterben, startet ihr in eurer kleinen unaufgeräumten Bude. Der Fernseher flackert, die Klamotten liegen auf dem Boden verteilt, aber irgendwas ist doch anders?! Das was mich am Spiel interessierte war folgender Punkt: Zwar verändert sich die Spielwelt mit jedem Ableben und eure gesammelten Gegenstände gehen verloren – dennoch wird die Geschichte weitererzählt. Eure Erinnerungen gehen also nicht verloren. Es ist also trotz der fehlenden Verknüpfung von Zeit und Raum nie Stillstand. Noch spannender ist die Tatsache, das die NPCs die sich in der Welt aufhalten, ebenfalls erinnern können!

Klasse dachte ich nach der Einführung von einem der Entwickler und so übernahm ich selbst die Kontrolle, bewegte mich durch die pixelige Kleinstadt und stoß auch bald auf die ersten Gegner. Ihr, also euer Charakter, ist eher schwach. Das heißt, ihr könnt weder großartig austeilen, noch viel einstecken. Ihr müsst euch also mit Vorsicht durch die Stadt bewegen. Neben Gangs, Polizisten, will euch im Grunde jeder an den Kragen. Die Gangs und Polizei könnt ihr durch euer Geschick aufeinander losschicken, außerdem könnt ihr euch in Containern verstecken, Fahrzeuge in die Luft jagen, Wasser und Strom miteinander verbinden und allerlei andere Möglichkeiten für euch wirken lassen.  Das ganz klassische Einmaleins der Videospiele.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=P7RdTfWKng0

Aber nicht jeder ist grundsätzlich gegen euch. So sind in der Welt die verschiedensten NPCs unterwegs, mit denen ihr interagieren und euch unterhalten könnt. In einem Dialogfenster nehmt ihr Kontakt auf und versucht sie als Begleiter zu gewinnen. Da ihr ja, wie ich vorhin schrieb, eher schwach seit, trifft das auf die NPCs nicht zu und jeder von ihnen besitzt seine ganz eigene Stärke. Aber Vorsicht ist geboten und auch dort müsst ihr Geschick beweisen! Die erste “Runde” wurde mir vorgespielt und hier und da ein paar Mechaniken gezeigt, bei dem ein NPC starb, der mir freundlich gestimmt wahr. Als ich dann meine Runde spielte, traf ich erneut auf den NPC, der aber gar kein Interesse daran hatte mit mir zu reden und schon gar nicht mein Partner zu werden. Mir blieb also nichts anderes übrig als die Beine in die Hand zu nehmen und wegzulaufen, denn der NPC wollte sich an mir rächen.

Ich mag mich täuschen und falsch mit meiner Aussage liegen, aber für mich ist es ein neues Konzept hinter einer Idee, die in den letzten Jahren schon sehr durch den Fleischwolf gedreht wurde. Das Drei-Mann kleine Entwicklerstudio von wwlbgame arbeitet seit Juni 2018 an dem Spiel und rechnet mit einer Spielzeit von ca. 4 Stunden, was schlichtweg schwer zu sagen ist bei einem Spiel dieser Sorte.

Mit einer Mischung aus “Täglich grüßt das Murmeltier”, “Superhot” und in einer prozedural generierten Welt, in der die Geschichte ebenso im Fokus steht, wie alles andere auch, macht What we leave behind auf sich aufmerksam und sollte von euch nicht gänzlich aus den Augen verloren werden. Der Release ist aktuell für das 1. Quartal 2020 geplant.

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