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‘Death Stranding’ – ein kleiner Überblick über die teils sehr schlechten Wertungen

Hideo Kojima ist ein Rockstar unter den Entwicklern. Er hat die ersten Metal Gear-Spiele produziert und scheut auch nicht davor zu sagen, dass er in jedem Schritt mit einbezogen wird und diesen überwacht, ob es nun die Konzeption, das Character Design, die Story oder das Gameplay ist, Kojima setzt seinen Namen darunter.

Sony hat Kojima, nachdem dieser bei Konami leider entlassen wurde, aufgenommen und ihm eine Freikarte gegeben. Er dürfe machen, was er wolle. Er darf so künstlerisch werden, wie er das für richtig hält. Dabei nutzte er sogar für Death Stranding die Engine des beliebten Titels Horizon Zero Dawn. Auch beim Schauspieler-Einkauf scheint er sich nicht Lumpen zu lassen. Norman Reedus und Mads Mikkelsen dürften mit zu Hollywoods Elite gehören und dementsprechend auch ihren Preis verlangen.

Die Schauspieler sind also top. Die Grafik ist top. Die Plattform ist leider noch eingeschränkt, da man es bis Sommer 2020 nur auf der PS4 spielen kann. Die Geschicht soll laut Wertungen zwar sehr verwirrend sein und bis zum Ende Fragen offen lassen, doch das kann ebenfalls eine sehr gute Geschichte ausmachen. Eine Geschichte, die nach dem Durchspielen noch nachhallt und man sich Gedanken über diese machen kann, ist meines Erachtens nach eine sehr gute Geschichte.

Doch was kann jetzt noch schiefgehen? Warum gibt es Wertungen im 70er, gar sogar 38er Bereich auf metacritic.com?

Haben wir bei der ganzen Blender-Grafik und Hollywood-Sternchen vergessen, was ein Spiel auch noch ausmacht? Was ist mit dem Gameplay? Laut Wertungen beschränkt sich das Gameplay auf das Ausliefern von Paketen. Man hat ein Paket, sucht sich seine Route aus, umgeht Gefahren und liefert es aus. Dies wird dann mit spektakulären Cut-Scenes belohnt. Es gibt kleinere Online-Komponenten, wie etwa das Aufbauen von Straßen, die mit allen zusammen errichtet werden können und auch Nachrichten auf dem Boden á la Dark Souls befinden sich im Spiel.

Es gibt außerdem sehr viel Micromanagement. Man muss seine Pakete auf dem Rückenstapeln und schauen, wie viel der Charakter aushält. Auch die Routenplanung gestaltet sich schwierig, da man auf Gelände, Regen und Aliens achten muss.

Doch reicht das aus, um ein gutes Spiel zu sein? Diese Frage sollte sich jeder für sich vor dem Kauf stellen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden. Exklusive Spiele von Sony sind mitnichten günstig und kosten bei Release mindestens 60 bzw. 70 Euro.

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