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Icewind Dale: eine weitere BioWare-Saga auf der Switch

Icewind Dale ist der Nachfolger im Geiste von Baldur’s Gate 1 & 2. Das Spiel ist im September diesen Jahres volljährig geworden und bekam schlichtweg ein kleines Remaster für die Nintendo Switch spendiert.

Es kam zeitgleich mit Baldur’s Gate 1&2 und Planescape: Torment heraus, sodass eine Sache bei all diesen Spielen ziemlich gleich ist: die doch etwas hakelige Menüführung. Wir benutzen einen Controller, d.h. nun einmal, dass man häufig auf ein Radialmenü zugreift und nicht einfach auf das klicken kann, was man anwählen möchte. Von daher ist die Steuerung für einen Konsolentitel nicht schlechter als bei anderen Spielen, aber eben auch nicht besser.

Die Grafik hat leider auch wenig Neuerung gesehen. Die Zwischensequenzen sind in geschichtsträchtigen 4:3 und nicht ganz so tollem Audio, die Bilder im Spiel sind dafür in 16:9, doch dafür mit sehr vielen Pixeln behaftet. Das Spiel ist ein Remaster der alten Schule, womit Erwartungen in Richtung Resident Evil 2 Remake sehr schnell abgelegt werden sollten.

Doch wie spielt man ein Rollenspiel aus dem Jahre 2000, wenn Dragon Age im Jahre 2009 für eine Weiterentwicklung gehalten wurde?

Kurz und knapp: sehr altbacken. Man kann sich eine Gruppe erstellen oder eine vorgefertigte Gruppe nutzen. Diese kann man dann als eine Einheit steuern und sich durch die Welt schlagen. Immer wieder wird man in Kämpfe verwickelt, die mal andauernd, mal fordernd und sehr oft ausdauernd sind. Viele Gegner haben Resistenzen und viele Gegner laufen nicht gerne allein durch die eisigen Hügel von Icewind Dale. Das Kämpfen geht an sich leicht von der Hand, weil wir keiner Puppenspielersteuerung ausgeliefert werden, dennoch muss mitgedacht, positioniert und flankiert werden, um auf einem leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrad voranzukommen.

Doch wie auch die Remaster von Baldur’s Gate 1&2 stehen nicht nur Optik und Gameplay im Vordergrund. Was wirklich im Fokus dieser Spiele steht, ist die Story. Und die kann sich sehen lassen!

In Icewind Dale gibt es kleinere Barbarenstämme, die hinter einem Kapp verborgen ihr Leben weiterleben. Irgendwann erscheint ein Magier an der Bergspitze und möchte sich das “einfache” Volk zunutze machen, gar unterjochen und versklaven. Das stolze Volk lässt so etwas natürlich nicht mit sich machen und vereinigt sich zu einem großen Heer, das gegen den Zauberer ankommen kann.

In seiner Verzweiflung öffnet der Zauberer ein Portal, welches Unmengen an Monstern und Dämonen auf die Barbaren loslässt – und folgenschwer auch auf die Soldaten, die er selbst angeheuert hat. Ein Schamane jedoch ist in der Lage, das Portal zu schließen und wird in seiner Form versteinert.

Wir springen ein wenig in eine andere Zeit und einen anderen Raum. In Kuldahar geht die Reise schon bald weiter. Hier heißt es, dass es immer mehr Menschen spurlos verschwinden, sterben und nicht wiederkehren. Es gibt immer mehr Monster, die ihren Weg zu den Menschen bahnen.

Als auserkorene Helden-Gruppe macht man sich ebenfalls auf den Weg, dieses Problem zu beseitigen – und so ganz nebenbei auch noch viele andere Probleme.

In Icewind Dale kämpft man sich durch eine sehr gute Hauptgeschichte, die zwar heutzutage etwas verbraucht wirkt, aber dennoch den Anfang all dieser “verbrauchten Geschichten” gestellt hat. Nebenbei wird diese in sehr guten Dialogen erzählt und auch die Nebenquests können sich zu einem großen Teil wirklich sehen lassen. Rettungsmissionen, Reinigungsmissionen gegen Monster oder auch kleinere Sammelquests, Icewind Dale bietet dies alles und lässt es in die Geschichte miteinfließen.

Fazit:

Nach Baldur’s Gate 1&2 ist langsam die Luft raus. Rein vom Gameplay her erwartet einen genau das, was man sich vorgestellt hat und die Geschichte ist zwar gut erzählt, haut einen aber trotzdem nicht aus den Latschen.

Trotzdem hat Icewind Dale etwas für Fans des Genres und das ist eine gewisse Routine. Man bekommt ein Abenteuer serviert, das man genau so spielen kann, wie man es sich wünscht.

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