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Atelier Ayesha : The Alchemist of Dusk DX im Test

Seit Jahren gibt es nun schon die Atelier-Reihe, die sich in jedem Ableger um eine eigene Geschichte mit eigenen Charakteren bemüht – ähnlich wie Final Fantasy also.

Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk erschien erstmals auf der PS3 im Jahr 2012. Seitdem haben sich viele neue Teile ihren Weg in die Herzen der Fans gebahnt. Nun wurden drei dieser älteren Teile neu aufgelegt und sind erstmals auch für den PC verfügbar.

In Atelier Ayesha spielen wir die Namensgebende Ayesha, die ihre Zeit am Kessel verbringt und die Bewohner ihres bescheidenen Dorfes mit Medizin versorgt.

Ihre Schwester ist seit Jahren verschwunden und tot geglaubt. Eines Tages erscheint ein seltsamer Mann am provisorischen Grab ihrer Schwester und verkündet die Botschaft, dass ihre Schwester gar nicht tot sei, sondern lediglich in einer Dimension, in der sie nicht erreichbar ist.

Um ihre Schwester zu finden und zu retten, macht sich Ayesha auf, eine Alchemistin zu werden und geht den Geheimnissen vom Magie, Pflanzen und Ruinen nach. Hierfür benötigt sie jedoch noch einiges an Übung, d.h. sie muss seltene Pflanzen suchen, sich in der Verarbeitung dieser Pflanzen üben, Monster bekämpfen, Aufträge erfüllen, um Geld zu erwirtschaften, um wiederum neue Rezepte aus alten teuren Büchern nachzuempfinden – der Weg ist steinig, aber auf eine abenteuerliche und charmante Weise.

Hier erkundet man mit die ersten Ruinen, die fast schon elfisch aussehen

Auf ihrem Weg findet sie nicht nur Freunde, sondern auch Kampfgefährten, die ihr zur Seite stehen. Manche von ihnen sind Zauberer, andere Kriege und manche erweisen sich als sehr gute Weggefährten. Was am Anfang noch sehr einfach wirkt und schnell von der Hand geht, kann nämlich ganz schnell schwieriger werden. Da Ayesha nicht die typische Magierin ist, die Donnergrollen und Ähnliches vom Himmel zaubert, befasst sie sich hauptsächlich mit Alchemie. Das bedeutet, dass sie alles, was sie benutzen möchte, vorher craften muss. Möchte sie Bomben, Heilung oder Support für ihre Weggefährten, muss sie sich vor der Reise gut ausstaffieren. Zu Beginn ist dies gewöhnungsbedürftig, da es auch viel Micromanagement fordert, anderseits ist es aber auch eine ganz eigene Art von Gameplay, die sich einfach richtig anfühlt.

Diesen Bildschirm sieht man im Laufe der Reise häufiger als man denkt.

Im Spiel selbst, das in einem schicken Anime-Look gehalten wird, geht es hauptsächlich darum, dass man Tränke braut, Zutaten für diese Tränke findet, mit Personen spricht, um die Geschichte voranzutreiben und natürlich gegen fiese zuckersüße Monster kämpft.

Böse Zungen könnten die “Monster” nun also lächerlich betrachten, oder einfach als das, was sie sind – zum Lächeln

Die Kämpfe laufen dabei rundenbasiert ab. Rechts erhält man die Zugreihenfolge, die eigenen möglichen Attacken findet mit mittig. Als Alchemistin kann Ayesha ihre eigens gebrauten Tränke verwenden und auch weitergeben. Ihre kampferfahrenen Gefährtinnen hingegen können richtig zuschlagen und auch mal eine ganze Fläche in Brand stecken – hierfür muss Ayesha erst einmal die richtigen Bücher und Rezepte finden, um ebenfalls richtig zuschlagen zu können.

Fazit:

Die Atelier-Reihe ist seit Jahren bekannt, dennoch gibt es wahrscheinlich sehr viele Spieler, die wie ich, diese Spiele irgendwie immer verpasst haben. Für manche mag der Anime-Look, der wirklich sehr überzeichnet fröhlich ist, gar abschreckend sein. Doch wenn man sich die ersten Stunden durch sehr viele Dialoge geklickt hat, wenn man seine Rezepte parat hat und das Gameplay hinter diesem Spiel richtig verstanden hat, entführt es einen in eine gut 25 Stunden lange Geschichte, die Abenteuer verspricht UND Spielspaß.

 

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