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Atelier Escha & Logy: Alchemists of the Dusk Sky DX

Atelier Escha & Logy erschien erstmals 2013 auf der PS3 und erfreute als zweiter Teil einer Trilogie viele Fans. Seit wenigen Wochen kann man nun Atelier nicht nur auf der PS4 genießen, sondern auch auf dem PC – und das auch noch überarbeitet.

Generell sind Atelier-Spiele vom Hauptgeschichtsstrang her schnell erzählt: Es gilt ein Abenteuer zu bewältigen und aller Anfang ist schwer. In Atelier Escha & Logy darf man zwischen den beiden Hauptcharakteren (Escha und Logy) frei wählen. Der zweite Charakter ist dann aber nicht verschwunden oder nimmt dieselbe Rolle an, sondern bleibt Teil der Geschichte.

Escha ist dabei ein friedfertiges Mädchen, das sich als einzige Alchemistin in ihrem Dorf einen Namen machen möchte. Als Marion, die ebenfalls aus dem ersten Teil Atelier Ayesha bekannt ist, sie als Oberbefehlshaberin fragt, für sie zu arbeiten, ist die Freude natürlich groß. Schnell trifft sie auf ihren Weggefährten Logy, der ebenfalls dieselbe Stelle als Alchemist antritt.

Am Anfang geht es noch recht sachte los: Man muss eine Windmühle wieder in Ordnung bringen. Dafür benötigt man Materialien aus einem gefährlichen Wald und diese Materialien muss man wiederum verarbeiten, um die Windmühle zu reparieren. Alles hat Hand und Fuß, doch schwelgen die Atelier-Teile gern auch mal in nostalgischen Sammel – und Such-Quests. Das muss nicht immer schlecht sein, doch kann es an manchen Punkten auch ermüden. Und wie gesagt: Die Geschichte beginnt erst noch in Fahrt zu kommen, doch möchte ich an dieser Stelle nichts vorweg nehmen.

Kommen wir nun zu Logy, dem Konterfeit Eschas. Dieser kommt aus einer anderen Stadt, die keine Kessel für Alchemie nutzt und fühlt sich zu beginn sehr fremd. Er kann nur schwer mit anderen Menschen sprechen, ohne diese zu beleidigen oder ihnen einen schlechtes Gefühl zu geben. Seine Aufgabe ist also nicht nur, Escha zu unterstützen, er muss auch seinen eigenen Part dazu beitragen.

Doch handelt es sich bei der Neuauflage der Trilogie um ein sehenswertes Ereignis?

Vieles im Spiel sieht nun besser aus. Die Äpfel sind zwar immer noch nicht ganz rund, aber man sieht, das dem Spiel einiges Positives widerfahren ist: Kantenglättung, Auflösung, Charakterzeichnungen,…

Richtig hübsch im Vergleich zu Spielen, die auf der PS4 oder dieses Jahr erschienen sind, ist es leider nicht. Dennoch sehen die Charaktere sehr gut aus und auch die kleineren Änderungen der Grafik schmiegen sich wunderbar an das Erlebnis, das man eventuell sonst versäumt hätte.

Ein Remaster kann sich nämlich nicht nur an Spieler richten, welche das Spiel bereits gespielt haben, es gibt auch die Möglichkeit, das Spieler das Spiel oder die Reihe noch nicht kennen und einen Einstieg in diese suchen.

Was das Kämpfen neben dem Sammeln und Sprechen angeht, hat sich nicht allzu viel im Vergleich zu Atelier Ayesha getan. Es bleibt rundenbasiert, Alchemie ist ein wichtiger Bestandteil der Heilung und des Angriffs und die Kämpfe können weiterhin anspruchsvoll sein, wenn man eine falsche Abzweigung wählt.

Fazit:

Ob nun Frischling oder abgebrühter  Atelier-Fan: Das Spiel weiß sich selbst in Szene zu setzen und zeigt einige schöne Neuerungen. Außerdem ist es nun auch möglich, das Spiel auf neuen Plattformen zu spielen, sodass alte Konsolen auf ihrem staubigen Platz in der Vitrine thronen können.

Es ist ein absolutes Nischenspiel, d.h. es hat seinen eigenen Stil, seinen eigenen Charme, seinen eigenen Kitsch, der einem wirklich gefallen muss, um es zu lieben.

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