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Persona 5 Royal Edition- Review

Persona 5 wurde 2017 veröffentlicht und hat mehrere Game of the Year-Awards abgestaubt, was nicht nur daran liegt, dass das Spiel der fünfte Teil einer sehr bekannten JRPG-Marke ist, sondern vor allem dem Stil und dem Gameplay des Spiels zugrunde liegt.

Ab dem 31. März gibt es eine Royal Edition, die neben dem Hauptspiel einige Neuerungen mit sich bringt, u.a. auch einen komplett neuen Charakter: “Das Mädchen mit Schleife”.

Auch ein neuer Schauplatz ist dabei und es gibt neue Video- und Dialogsequenzen, die alle mit dem Charakter einhergehen. Besonders schön ist, dass sógar das Turioal demenstprechend abgeändert wurde. Wer nun Angst hatte, schon wieder dasselbe Tutorial wie in den letzten 10 Spieldurchgängen zu betrachten, der wird sich positiv überrascht fühlen.

Dabei bedeuten mehr Video- und Dialogsequenzen auch automatisch mehr Spielzeit. Zu diesem Zeitpunkt habe ich das 150+ Stunden Spiel noch nicht durch, doch habe ich bereits das Hauptspiel gespielt und erfreue mich immer noch an der Royal-Edition.

Doch worum geht es im Persona 5?

In Persona 5 schlüpfen wir in die Rolle des Jokers – also nicht Batmans Joker, sondern eher wie der Kartenspieljoker. Unser Charakter hat keinen festen Namen, keine feste Herkunft, doch eine kleine Herkunftsgeschichte. Da er sich in einen Streit zwischen Mann und Frau eingemischt hat und dabei eine Frau gerettet hat, der Mann dann aber böse wurde und ihn hat verhaften lassen, ist er auf Bewährung und muss bei einem Fremden in einer fremden Stadt mit einer fremden Schule leben. Dort lernt er auch schnell Freunde durch sein neues Hobby kennen: Verzerrte Menschen in ihren eigenen Gedankenpalästen wieder zu reinigen – auch wenn dies ihren Tod bedeuten kann.

Es wird leicht übernatürlich, dennoch könnte man die Geschichte als Teenager-Detektiv-Roman mit interessanten Charakteren und sehr viel Liebe zum Detail klassifizieren.

Apropos Kämpfe…

Actionreiche Kämpfe im Rundentakt

Die Kämpfe gegen Kreaturen sind rundenbasiert. Je nach Initiative dürfen wir oder der Gegner angreifen. Da wir zu dritt sind, also zwei Kameraden mit dabei haben, die ihre eigenen Fähigkeiten haben, sind auch die Gegner meist zu dritt. Es bleibt also sehr ausgewogen, ohne dass Gegner überwiegen und die Kämpfe ohnmächtig lang wirken. Kurz, knackig, aber dennoch muss man einiges vorab wissen: Man kann mit einer Nahkampfwaffe (schwach), mit einer Fernangriffswaffe (nur bei fliegenden Gegnern stark) oder mit seiner Persona (Elementarschaden oder harte Angriffe, die auf die eigene Lebensenergie gehen) angreifen. Schwächt man Gegner, in dem man beispielsweise das richtige Element auswählt, darf man noch einmal angreifen. Manchmal, wenn alle Gegner geschwächt sind, kann man um Items, um Geld oder um Kameradschaft verhandeln.Gerade in Bossgefechten ist auch mal Blocken gefragt. Doch Bosse haben ihre ganz eigenen Mechaniken, die man erst einmal herausfinden muss, sich eine Gegenmaßnahme im Schnellverfahren überlegt und dann letzten Endes auf das Beste hofft. Im schlimmsten Fall heißt es auch mal zurück zum Speicherpunkt.

Empfehlung

Persona 5 ist an sich schon ein sehr, sehr gutes Spiel, das sowohl eine gute Geschichte, ein fantastisches Gameplay, wunderbare Musik im Hintergrund und so viele Stunden Spielspaß bietet, dass man eigentlich sehr lange Urlaub nehmen müsste, um es in einem Rutsch durchspielen zu können. Es ist lang und für viele ist es abschreckend, doch finde ich, dass ein Spiel nur dann zu lang sein kann, wenn es keinen Spaß macht. Warum nicht mal drei Monate dasselbe Spiel spielen, wenn es einem doch Spaß macht?

Die Royal Edition kostet leider rund 70 Euro. Sie bietet deutsche Untertitel, neue Gameplay-Mechaniken, einen neuen Charakter und neue Umgebungen. Schön wäre es gewesen, wenn man seine Version des Spiels hätte upgraden können, um nicht den Preis für ein komplettes Spiel zu bezahlen. Anderseits wird Persona mit all diesen Neuerungen aber auch zu einem komplett neuen und vor allem auch guten Erlebnis. Ich würde mir diese Version jederzeit nochmals kaufen, doch kann ich auch verstehen, wenn man nicht zweimal für dasselbe Spiel bezahlen möchte.

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