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Iron Danger – Review

Iron Danger ist am 24. März für den PC auf Steam erschienen. Das neue Spiel des Studios Daedalic hat sich dieses Mal aber nicht auf ein Adventure gestürzt, der neue Titel ist vielmehr ein Taktikspiel, welches in Herzschlägen eine packende Geschichte mit Fantasy, Mechs und mehr erzählt.

Bereits auf der Gamescom letztes Jahr konnten wir einen Blick ins Spiel werfen. Mehr dazu hier.

Das Spiel erzählt nicht irgendeine dahergelaufene Fantasy-Geschichte. Es erschafft eine ganz eigene Welt, die sowohl Altes als auch Neues in sich trägt. Das Alte könnte man als Magie und die Annäherung an Mythen sehen. So beschreibt das Spiel den Lebenskreislauf und packt die Protagonistin in die Situation, dass sie eben nicht an diesem normalen Zyklus teilhaben kann. Als sie eines Tages aufgespießt wird, tritt eine Erscheinung aus der Dunkelheit hervor und holt sie ins Leben zurück. Ihr blutender Splitter ist dabei erst der Anfang, denn sie kann nun die Zeit manipulieren. Jedes Mal, wenn der Tod eintritt, Gegner sie treffen oder auch nur die Spur von Gefahr besteht, kann sie die Zeit um Herzschlageinheiten zurückdrehen.

Je weiter sie zurückdreht, desto besser kann sie Angriffe abschätzen, ihr Timing verbessern und gleichzeitig für den maximalen Effekt an Schlagkraft sorgen.

Die Geschichte schreitet dabei immer weiter voran, verrät Geheimnisse und bereitet den Weg zu etwas Besonderem. Doch auch weitere Gefährten finden sich auf diesem Pfad wieder. Schon zu Beginn lernen wir, immer mindestens eine Person im Schlepptau zu haben. Die Personen werden mit der Zeit stärker, können als Schild und Schwert agieren und vertiefen somit die taktische Komponente.

Das Schöne daran ist, dass man nicht grinden muss. Es wird eine Geschichte erzählt, man kann sich nach jedem Levelaufstieg eine Fähigkeit heraussuchen und weiterspielen. Die Gegner werden also dem jeweiligen Level des Spielers angepasst.

Doch auch optisch lässt sich Iron Danger nicht lumpen. Dieses hat seinen ganz eigenen Stil der Marke Weniger-Ist-Mehr. Oftmals sieht man in einzelnen Leveln, ja, das Spiel hat mal keine Open World, nur wenige Meter voraus. Man muss immer aufpassen, was sich im nächsten Schatten verbergen könnte. Die Kämpfe sind nunmal taktischer Natur, d.h. dass man oft ein paar Herzschläge zurückrudern muss, vor allem dann, wenn man mehrere Charaktere spielt, die alle gesteuert werden möchten.

Übersieht man also einen Gegner, stolpert man in eine Gruppe von schwierigen Banditen oder war einfach zu ungeduldig, ist das kein Beinbruch. In der Regel geht man im schlechtesten Fall ein paar Herschläge zurück, orientiert sich, denkt sich einen Plan aus, der läuft dann schief und dann beginnt man von vorne. Das klingt negativ, ist aber sogar sehr positiv gemeint. Man lernt aus seinen Fehlern und wird spürbar besser.

Der Einstieg in das Gameplay ist ehrlich gesagt schwieriger, was aber auch in der Natur der Sache liegt, wenn man ein Spiel mit komplett neuen Mechaniken spielt.

Fazit:

Iron Danger ist etwas außergewöhnliches. Es ist etwas Neues und sollte auch als solches betrachtet werden. Man muss dem Spiel Zeit lassen, um mit ihm warm zu werden und es dann lieben zu lernen. Immer dann, wenn man etwas Neues kennenlernt, wird man das Alte und Bekannte besser finden, doch sollte man Iron Danger eine Chance geben. Im Zuge von 15+ Spielstunden merkt man nämlich schnell, wie viel Liebe hinter dem Spiel steckt und wie viel mehr es bietet, als man vielleicht auf den ersten Blick erkennen kann. Mit der Zeit entfaltet sich ein aufregendes Abenteuer, das man zu beherrschen lernt.

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