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Streets of Rage 4 – immer mitten in die Fresse rein!

Einer der wohl populärsten Franchises auf dem SEGA Mega Drive / Genesis hat es endlich in die Gegenwart geschafft. Seit Streets or Rage 3, 1994, ist kein offizieller 4. Teil der wunderbaren Prügel-Serie erschienen. Fans haben irre lang warten müssen – Streets of Rage ist zurück!

Im Jahre 2018 erfolgte die erste Meldung zu einem 4. Teil. Unter der Leitung von Sega, Lizardcube, Guard Crush Games und Dotemu wurde die Entwicklung zu Streets of Rage 4 bekannt gegeben. Das Internet ist zwar nicht explodiert, aber der etwas ältere Fan hat sich schon ziemlich gefreut – so erging es mir zumindest.

Von Pixeln in die Moderne. Optisch hat sich natürlich in den letzten 26 Jahren ziemlich viel getan und ich bin froh darüber, das komplett darauf verzichtet wurde, den Grafikstil aus früheren Tagen wieder einzufangen. Der Schritt hin zu einem modernen Look passt und hat mich absolut überzeugen können. Den auch wenn mir Pixel grundsätzlich sympathisch sind und mir warm um’s Herz wird – Pixel macht mittlerweile gefühlt fast jeder. Die hauseigene Guard Crush Engine sorgt für schöne Animationen, 60 fps und eine verdammt gelungene knackige Optik! Das ist auf den ersten Blick die größte Änderung. Alles andere fühlte sich bereits nach wenigen Sekunden gewohnt und nach wie vor sehr gut an. Die Schläge und Tritte gehen locker von der Hand. Außerdem sind die Treffer unverändert wuchtig und befriedigend. Auch wenn die Kombinationen eher begrenzt sind, so hat jeder einzelne Charakter seine ganz eigenen Merkmale. Da gibt’s den Allrounder, die flinke und agile und natürlich der Typ, der nach einem großen Muskel aussieht. 

So dürften bei dem ein oder anderen die Ohren bei folgenden Namen schlackern: Denn Axel Stone und Blaze Fielding sind dabei. Neu hinzugekommen sind als spielbare Charaktere Cherry Hunter und Floyd Iraia. Aber bei den vieren bleibt es nicht. Im Verlaufe des Spiels schaltet ihr den älteren Bruder von Eddie “Skate” Hunter frei. Dabei soll es nicht bleiben und so könnt ihr euren elitären Kreis auf insgesamt 17 Charaktere aufstocken. Dazu müsst ihr nur die ein oder andere Challenge bewältigen. Ich persönlich mag die Idee, ältere Charaktere aus den vorherigen Titeln in die Gegenwart zu transportieren. Es ist einfach ein smarter Zug, alte wie auch mögliche neue Fans mit dem Franchise zu verbinden. 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=3PnKCn8E6GQ

Wie sieht’s mit der Story aus? Hier werden weder Bäume ausgerissen und schon gar kein Rad neu erfunden. Also mal so ganz und gar nicht. Aber ganz ehrlich … wen interessiert es? Die Ereignisse spielen 10 Jahre nach Streets of Rage 3. Dort wurde der kriminelle Mr. X besiegt und nun sorgen seine Kinder, die Y Twins, für Angst und Schrecken. Zusammen wollen Sie die Menschheit mit hypnotischer Musik einer Gehirnwäsche unterziehen. Jap, der Plot passt locker auf einen Bierdeckel. Von großer Wichtigkeit ist es aber in den Fall nicht und auch wenn ich Fan von gut erzählten Geschichten bin, steht die Spielbarkeit und die Optik eindeutig im Vordergrund. Also nehmt es einfach so hin und denkt nicht zuviel darüber nach. 

Großartig mehr gibt’s zu Streets of Rage 4 auch nicht zu sagen. Es spielt sich hervorragend, sieht verdammt schick aus, hat einen gewissen Reiz an Wiederspielwert und macht gerade zu zweit ordentlich viel Bock! Auch wenn die Spielzeit mit knapp 4 Stunden recht kurz ist, lohnen sich die 15 – 25 Euro (abhängig davon auf welcher Plattform ihr es spielen wollt) und viel länger sollte es auch einfach nicht sein. Ich war früher Fan und bin es heute noch!

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