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Gerade im vergangenen Jahr und natürlich im laufenden Jahr 2021 haben Streamingplattformen ordentlich zugelegt, bzw. nahm der Download von digitalen Inhalten stark zu. Wir müssen nicht studiert haben und die Gründe dafür liegen klar auf der Hand: Covid-19 und die damit einhergehenden Maßnahmen das soziale Leben herunterzufahren. Ich möchte mich in diesem Artikel aber auf nur zwei Möglichkeiten konzentrieren und gerade ein Unternehmen veröffentlichte einen Dienst, der aktuell und seit vielen Wochen hohe Wellen schlägt und immer wieder in aller Munde ist. Der Xbox Game Pass von Microsoft. Das Netflix der Gamer*innen. Insgesamt habt ihr die Auswahl zwischen drei Abonnements:  

Game Pass Ultimate

Game Pass PC

Game Pass Konsole

– Hol dir den ersten Monat für nur 1 €, danach 12,99 €/Monat – Hol dir den ersten Monat für nur 1 €, danach regulär 9,99 €/Monat 9,99 €/Monat
– Spiele über 100 großartige Spiele auf der Konsole, dem PC und auf mobilen Geräten – Spiele über 100 großartige Spiele auf dem PC – Spiele über 100 großartige Spiele auf der Konsole
– Es werden laufend neue Spiele hinzugefügt – Es werden laufend neue Spiele hinzugefügt – Es werden laufend neue Spiele hinzugefügt
– Xbox Game Studios-Titel am selben Tag wie die Veröffentlichung – Xbox Game Studios-Titel am selben Tag wie die Veröffentlichung – Xbox Game Studios-Titel am selben Tag wie die Veröffentlichung
– Exklusive Mitgliederrabatte und -angebote – Mitgliederrabatte und -angebote – Mitgliederrabatte und -angebote
– Spiele aus der Cloud spielen    
– Kostenlose Vorteile, inklusive In-Game-Inhalte und Partnerangebote    

Xbox Live Gold (6,99 €/Monat)

Xbox Live Gold beinhaltet Deals with Gold, Games with Gold, Konsolen-Mehrspieler-Modus

 

 

EA Play

Eine Bibliothek mit erstklassigen Electronic Arts-Titeln für Konsole und PC, exklusiven Rewards und Inhalten nur für Mitglieder

EA Play

Eine Bibliothek mit erstklassigen Electronic Arts-Titeln für PC, exklusiven Rewards und Inhalten nur für Mitglieder

 

Ausgehend vom Game Pass Ultimate erwarten euch also insgesamt drei verschiedene Angebote in einem, und das für für gerade einmal 12,99 Euro im Monat. Ihr bekommt die regelmäßigen kostenlose Spiele aus dem Xbox Live Gold Paket, dazu das Angebot aus dem Hause EA und das Sahnehäubchen – alle 1st Party Titel von Microsoft selbst. Beziehungsweise Titel die es sein sollen. Die Titel der Xbox Game Studios sind ab Launch und ohne weitere Kosten die sich im Kleingedruckten verstecken verfügbar. All das könnt ihr aber auch von unterwegs nutzen – sowohl auf eurem Smartphone als auch auf eurem Tablet. Alleine das ist schon ein ziemlich dickes Brett und schmeckt den allermeisten auch am Besten. Beziehungsweise ist dies aktuell der Grund, weshalb der Service so überschwänglich gelobt wird. Völlig zurecht! 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=LTzi3tGtoY4

Aber nicht nur der Neueste und meist heiße Scheiß ist von der Party – auch Reisen in die Vergangenheit sind möglich. So sind im Line Up auch Spiele aus älteren Konsolengenerationen zu finden, bis zur aller ersten Xbox. Daumen hoch und um die Optik wird sich auch gekümmert. Ältere Titel profitieren von von der aktuellen Generation und werden aufpoliert, laufen runder und schicker. Beide Daumen hoch! Aktuell befinden sich über 300 Spiele im Aufgebot und die Titel sind online und offline spielbar – lassen sich also auch herunterladen. Ein Hinweis an dieser Stelle: Die Spiele gehören euch solange, wie sie sich im Service befinden und ihr natürlich Mitglied seid. Heißt also im Klartext: Wird ein Spiel aus der Xbox Game Pass Bibliothek entfernt, könnt ihr es nicht mehr spielen – auch wenn ihr es heruntergeladen habt und solltet ihr nicht mehr für den Service zahlen, sind auch die Spiele weg.

Es gilt also, spielt das was ihr unbedingt spielen wollt so zügig wie möglich und in alles andere schnuppert ihr hinein und verliebt euch vielleicht in einen Titel, von dem ihr es gar nicht erwartet habt. Alles kann, nichts muss! Der Gedanken zum Artikel kam mir im übrigen deshalb, weil der Game Pass über allem zu stehen scheint und gerade Sony viel Unmut entgegen schwappt. Besitzer einer PlayStation 4 oder PlayStation 5 haben so einen Service nicht. Oder etwa doch? Das habe ich mich mal wieder gefragt und weil ich weder den einen, noch den anderen Service ausprobiert habe, machte ich mich auf die Suche nach den Antworten zu meinen Fragen. Was macht Sony und wie sieht es aktuell rund um PlayStation Now aus? Ist der Kampf auf Augenhöhe?

Ein Gesamtpaket wie es Microsoft bietet, bietet Sony aktuell nicht an. Um einen Vergleich zu haben müsst ihr also drei Abos abschließen:

  • PlayStation Now kostet momentan 60 Euro im Jahr, also 5 Euro im Monat
  • PlayStation Plus beläuft sich auf ebenfalls 60 Euro im Jahr, also 5 Euro im Monat
  • EA Play ist auch auf Sonys Konsole vorhanden, für 25 Euro im Jahr, sind also ca. 2 Euro im Monat
  • Monatlich zahlt ihr also für ein komplettes Paket 12 Euro. Im Preisvergleich sind beide also auf Augenhöhe.

Was bekommt ihr dafür? Ihr bekommt Spiele aus der PS2-, PS3- und PS4-Ära. Ja … ihr bekommt bisher keine PS5 Spiele. Solltet ihr in Besitz einer PlayStation 5 sein und Abonnent*in von PS Now sein, so habt ihr bisher auch nur Zugriff auf die PS4-Version des jeweiligen Spiels. Das ist ziemlich ärgerlich und unverständlich, da bei PlayStation Plus die Spiele überwiegend besser auf der PS5 laufen. Nicht alle sind auf die aktuelle Generation zugeschnitten, dennoch profitieren sie zum Großteil von der leistungsstärkeren Konsole. Da müssen nach meinen Recherchen also unterschiedliche Versionen im digitalen Umlauf sein. Wie auch bei Microsoft funktionieren für die Spiele Addons, DLCs und getätigte Mikrotransaktionen. Grafische Upgrades erhaltet ihr aber nur, wenn seitens des Entwicklers enhancements, also Verbesserungen veröffentlicht wurden. Also Verbesserungen die für die PS4 Pro erschienen, weil die Spiele im PS Now Line Up höchstens PS4 Versionen sind. Grafische Verbesserungen und zugeschnittene Patches die eure PlayStation 5 im Stande wäre zu zaubern sucht ihr somit vergebens.

Auch wichtig zu wissen: Herunterladen lassen sich nur PS4 Spiele, vorherige Titel aus Zeiten der PS2 und PS3 lassen sich nur streamen. Und auch noch wichtig zu wissen. Auf dem PC ist kein Download möglich – diese Funktion steht nur auf der PS4 und PS5 zur Verfügung. Bisher gibt’s einige Faustschläge ins Gesicht möchte ich behaupten, so toll schlägt sich der Service von Sony jetzt nicht im direkten Vergleich. Einzig mit dem Aufgebot und der großen Menge übertrumpft PS Now den Xbox Game Pass bei weitem, so sind laut Quellen über 700 Spiele im Paket enthalten. Das ist eine große Zahl und bei der Menge wird auch einiges an Schrott dabei sein … ähnlich wie beim Xbox Game Pass. Mehr ist halt auch nicht immer geil, aber mit Zahlen lässt sich gut protzen. Womit Sony natürlich prahlen kann, sind deren eigene Produktionen. Da will Microsoft hin, die Qualität müssen sie aber erst noch beweisen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Fvm1xdLvHag

Der größte Knackpunkt bei PS Now bleibt aber einfach und ist die Tatsache, das keine ganz neuen Spiele erscheinen. Eben kein “ab Launch”. Da sind eben viele ältere und nicht mehr ganz so neue Spiele dabei. Das ist zwar toll und auch schön, schließlich gibt’s irgendwie immer etwas was wir verpasst haben oder entdecken eine Perle aus längst vergangenen Tagen. Aber ganz ehrlich: Egal ob Xbox Series X oder PS5, ich will sehen was die Spiele auf dem Kasten haben. Punkt. Aus. Ende. Das Angebot wird ähnlich wie bei der Konkurrenz monatlich aktualisiert, aber eben ohne aktuelle hauseigenen Spiele.

Wie fällt also mein Fazit aus? Der PS Now Service ist bereits seit 2014 auf dem Markt und hat sich bis dahin stetig weiterentwickelt. Jedoch sind die einzelnen Schritte so dermaßen klein, das man den Eindruck gewinnt, es gehe kaum voran oder Sony stünde noch auf der Stelle von 2016. Eine wirklich gewollte und konsequente Entwicklung ist meiner Meinung nach nicht zu erkennen. PS Now wurde in den vergangenen Jahren mehr als Stiefmütterlich behandelt und erst so ganz langsam scheint Sony das wirkliche Potenzial zu erkennen, denn die Ankündigungen um das Spieleangebot zu erweitern waren alleine vom Namen her in den vergangenen Monaten schon deutlich größer. Traurig genug … und auch die Vermarktung des Service ist schlecht, wohl auch im Wissen keine Chance zu haben gegen die Konkurrenz. PS Now ist aber grundsätzlich nicht schlecht und für alle die jetzt erst mit der PS5 oder zum Ende der PS4 zu Sony gestoßen sind, eine großartige Möglichkeit sehr, sehr viel nachzuholen. Aber das Prädikat gut hat der Service für sich alleine ebenso nicht verdient – auch wenn er 5 Euro im Monat kostet. Da steckt deutlich mehr drin und das Potenzial ist im Grunde genommen echt gewaltig. Also aufwachen und machen! Sieht man sich PS Now, PS Plus und EA Play zusammen an – dann wird’s schon besser und ihr solltet mehr als genug für die 12 Euro bekommen. Gerade die Titel die es im Angebot von PS Plus gibt sind meiner Meinung nach oft besser als aus dem Pendant Xbox Live Gold. Aber auch da … PS Plus Spiele sind nicht nagelneu.

Microsoft kam mit dem Xbox Game Pass angerauscht und hat Sony damit komplett überrollt. Gerade in puncto aktuelle Spiele zum Release bei diesem monatlichen Preis spielen zu können ist bisher unschlagbar. Hut ab Microsoft, ihr habt damit alles richtig gemacht! Geht den Weg weiter, bleibt kreativ und stellt euch auf die Rückkehr von Sony ein. Denn irgendwann wird es passieren. Sollte Sony den schlafenden Riesen wecken und deren Angebot endlich ins Jahr 2021 befördern, bin ich gespannt wie dieses Duell weiter ausgefochten wird.

Wenn ich es ganz nüchtern betrachte, sofern es mir meine subjektive Meinung erlaubt, finde ich im Grunde beide Pakete so wie ich sie aufgezählt habe gut. Ihr bekommt egal ob bei der PlayStation oder Xbox unfassbar viel zu spielen. Wobei auch da nüchtern betrachtet zu sagen ist und der Bonuspunkt aufgrund der Aktualität bei der Xbox liegt: Sony erhält ein befriedigend und Microsoft holt sich die Schulnote sehr gut ab.

Marco
Marco
Seit 1987 dabei. Von SEGA irgendwann bei der PlayStation gelandet. Hin und wieder auch Mal Maus und Tastatur - aber am liebsten doch mit einem Controller in der Hand.

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