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Bright Memory: Infinite – Bestes FPS-Fast Food

Bright Memory: Infinite. Ein Spiel mit prächtiger Grafik und Michael Bay artiger Action. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Gourmet vom einem drei Sterne Koch – welches sich nach dem Verzehr aber doch nur FPS-Fast-Food entpuppt. Das Spiel wurde am 12.11.2021 veröffentlicht und nur von einer einzigen Person als Soloprojekt unter der Flagge seines FYQD-Studios entwickelt. Vertrieben wird Bright Memory: Infinite durch den Publisher PLAYISM.

Aber fangen wir vorne an – im Jahr 2036 wird rund um die Welt ein seltsames Phänomen am Himmel beobachtet, für das die Wissenschaft keine Erklärung hat. Die Heldin ist Shelia, eine junge, weibliche Mitarbeiterin einer futuristischen Regierungsorganisation. Sie wird losgeschickt, um dieses seltsame Phänomen zu untersuchen. Dieses entpuppt sich als kleines schwarzes Loch, das droht die Welt zu zerstören. Auf dem Weg begegnet Shelia unzähligen Gegnern, die in einer Mischung aus FPS und Hack ‘n’ Slash bearbeitet werden müssen.

Beginnen wir mit dem, was einem direkt ins Auge sticht und das ist die Grafik. Auf Basis der Unreal Engine 4 überzeugt Bright Memory: Infinite mit einer großartigen Darstellung. Die sich in China befindenden Dörfer und Bambus-Wälder würden zum Verweilen einladen, wenn da nicht diese Gegner-Horden auf unsere Heldin warten würden. Die Texturen und Charaktermodelle sind gestochen scharf. Flankiert mit den eingebauten Partikeleffekten, dem Wind und dem stetigen Regen erzeugt dies ein fesselndes Setting. Allerdings benötigen PC-Spieler einen leistungsstarken Rechner, um wirklich das ganze Spektrum an Grafikpracht erleben zu können. Das Leveldesign ist weder weitläufig noch verwinkelt, sondern linear und schlauchartig – klassischer Shooter eben. Aber dieser Schlauch sieht dafür, wie bereits erwähnt, wirklich sehr gut aus!

Unsere Heldin trägt ein Katana, mit welchem ihr ankommenden Schaden blocken könnt – inklusive gegnerischer Kugeln. Im Nahkampf eingesetzt verarbeitet dieses edle Stück Metall Gegner zu kleinen Stückchen. Damit nicht genug wurde der Heldin auch noch ein Exo-Arm spendiert. Mit diesem können Fähigkeiten wie EMP-Betäubung oder ein massiver Feuerball ausgelöst werden. Dieser Exo-Arm kann während des Spiels durch Sammeln von kleinen Jade-Statuen aufgelevelt werden, um die Angriffe und Fähigkeiten noch zu verstärken. Einen wirklichen Einfluss auf das Spiel hat das aber nicht. Weil laut Aussage von Trant von Game Two jedes Spiel einen Greifhaken braucht, findet man auch dies in Bright Memory: Infinite. Dieser kann leider nur an festen Stellen für das lineare Durchqueren des Levels verwendet werden. Sehr schade, macht aber dennoch Laune.

Shelia schaltet nach und nach insgesamt vier Schusswaffen frei. Im Angebot gibt es das Sturmgewehr, die Schrotflinte, eine Pistole und das notwendige Scharfschützengewehr. Munition für diese Waffen gibt es reichlich in den Leveln und selbst wenn eine Waffe leer sein sollte, kann jede der drei anderen Waffen locker Gegner vom Schachbrett räumen. Ihr müsst euch also keine großartigen Sorgen – Munitionsknappheit gibt’s kaum. Die Kämpfe sind schnell und die Trefferwirkung der Kugeln ist brutal. Bei Kopftreffern oder Körpertreffern spritzt das Blut wie bei einem Splatter-Film. Mit dem Katana kann man zusätzlich Gliedmaßen abtrennen und die Gegner in bester Action-Film Manier auseinander nehmen. 

Zum Ende der einzelnen Abschnitte / Missionen begegnet Shelia mächtigen Bossen wie Tian Yu dem Eroberer oder dem Sechs-armigen Eroberer die vermutlich an Figuren aus der Sagenwelt der chinesischen Geschichte angelehnt wurden. Beim ersten Boss dachte ich noch an Bosse wie in den Souls spielen mit komplexen Taktiken und Schwachstellen. Aber weit gefehlt, selbst wenn diese Bosse solche Schwachstellen haben sollten, konnte man durch stumpfes Entleeren von etlichen Magazinen die Bosse bezwingen. Wirklich schade, dass hätte dem Spiel etwas mehr Tiefgang gegeben. 

Größter Kritikpunkt am Spiel ist die Dauer, selbst auf den höheren Schwierigkeitsgraden ist das Spiel nach 4 Stunden abgeschlossen. Gefühlt hat man gerade ein spannendes Tutorial hinter sich gebracht und freut sich auf die ausladende Story, da läuft schon der Abspann auf dem Bildschirm. Auch wenn nicht zu vergessen ist: Hinter dem Spiel steht quasi nur eine Person.

Bright Memory: Infinite bringt so viel gute Ideen mit: Ein schwarzes Loch, Samurais, ein Katana, schwere Maschinengewehre, riesige Endbosse und ein Schuss SciFi. Aber daraus macht das Spiel einfach nichts. Wer auf schnelle FPS-Action steht und nicht viel Wert auf die Story legt, der/die greift bei Bright Memory Infinite zu und bekommt gute, schnelles Shooter-Fast-Food. / Downloadcode wurde uns freundlicherweise bereitgestellt

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Video-Link: https://youtu.be/Poj6iZSZmIA
Fabian
Fabian
Grillen ist mein Leben und ich gehe gerne mit meinem Hund Clea spazieren. Außerdem bin ich der Meinung das Kathargo zerstört werden muss.

1 Comment

  1. […] zuletzt gespielt”-Part übernimmt daher Fabian. Er berichtet euch von seinen Erfahrungen zu Bright Memory: Infinite, Warcraft 3 – Reforged / TFT und Sunshine […]

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