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Rogue-Likes/Lites sind aktuell oder wieder mal in aller Munde und bekommen durch das exklusive Returnal von Housemarque auf der PlayStation 5 enorme Aufmerksamkeit. Das “Genre” hält sich aber seit einigen Jahren konsequent an der Oberfläche und spült immer wieder hervorragende Titel an die Küste. Nun habe ich ein weiteres Spiel aus dem “Genre” spielen können und in den nachfolgenden Zeilen lest ihr meine Meinung dazu. Bei aller Liebe und seht es mir nach – ich habe längst nicht alle spielen können und wenn ihr meint: “Ey, das gab’s aber schon bei Spiel X/Y”, dann seid so nett und schreibt es mir. Ich würde mich freuen! Nun aber wieder zurück zum eigentlichen Thema: Orbital Bullet

Auf den ersten Blick musste ich im übrigen an ein anderes Spiel von Housemarque denken: Resogun auf der PlayStation 4. Denn eines haben beide gemeinsam: Die Level sind kreisrund und 360° Grad begehbar. Der Unterschied zwischen beiden wird aber ebenso zügig deutlich. In Orbital Bullet steuert ihr kein Raumschiff und ihr könnt innerhalb der Level die Ebene verlassen. Sofern es möglich ist, springt ihr in den Vorder- oder Hintergrund. Wenn ihr alle Gegner auf dem Gebiet ausgeschaltet hat, bringt euch ein Fahrstuhl weiter nach oben, eine Zipline (weniger cool auf deutsch: Seilrutsche) rüber zur nächsten Plattform oder ihr springt einfach so in den nächsten Bereich. 

Und da Orbital Bullet ein Rogue-Lite ist, behaltet ihr nach dem Tod auch einen gewissen Fortschritt. Der Wiedereinstieg ist also etwas gnädiger und weniger brutal als in anderen Vertreten der Rogue-wasauchimmer. Außerdem bietet euch das Spiel insgesamt vier verschiedene Klassen.

Ich würde mal ganz frech behaupten das weitere Spielmechaniken nicht großartig überraschen, das Rad neu erfinden oder sich vom Großteil der anderen Spiele unterscheiden. Innerhalb eures Runs sammelt ihr weitere Waffen, tauscht diese je nach Spielstil mit eurem aktuellen Arsenal und probiert euch immer weiter aus. Auf Perks die euch Boni geben oder Nachteile bringen stoßt ihr ebenfalls immer wieder. Das kennen wir alle und das Meiste davon gehört einfach in diese Art von Spiel. Und das was die Entwickler in Orbital Bullet bisher gemacht haben, es befindet sich aktuell noch im Early Access bei Steam, haben Sie wirklich gut gemacht! Die Steuerung geht gut von der Hand, sie ist direkt und präzise. Ihr springt, rennt und dasht euch über Stock und Steine und Gegner. 

Es gibt zwei verschiedene Skilltrees:

  • Nach eurem Ableben habt ihr im Hub die, wie oben im Screenshot abgebildet, verschiedenen Möglichkeiten euch permanent weiterzuentwicklen.
  • Startet ihr einen neuen Run, so sammelt ihr Punkte, die ihr an Modulen innerhalb der Level vergeben könnt. Was ich cool daran fand: Ihr habt Möglichkeit den Verlauf des Skilltrees zu beeinflussen. Ihr startet mit vier Fertigkeiten, vergebt die Punkte und im weiteren Verlauf bietet euch Orbital Bullet immer die Auswahl von jeweils zwei weiteren Karten mit jeweils vier Fertigkeiten an. Für eine von den beiden müsst ihr euch entscheiden. 

 

Was ich grafisch an dem Spiel mag sind die einzelnen Figuren und Waffen, auch die Effekte haben mir gut gefallen. Die zeichnen sich im Pixellook aus und sind gröber gehalten als das was wir von vielen anderen Spielen kennen. Das mögen einige vielleicht nicht mehr sehen und haben den Look satt, aber ich habe meine persönliche Sättigung noch nicht erreicht. Leider wirkt das Bild deshalb nicht so ganz stimmig, da die restliche Welt in einem 3D-Look gehalten ist, der mir einfach nicht immer gefiel. Es wirkt manchmal nach nicht mehr als schlichter Grafik vom Smartphone. Und irgendwie passt das nicht in meinem Kopf zusammen. Würde mir persönlich einen roten Faden wünschen mit dem Fokus auf gröbere Pixel. 

Absolut abgeholt hat mich hingegen der wummernde elektronische Soundtrack! Krass haut der rein und er passt einfach perfekt zum schnellen und actiongeladenen Spiel. Dicke Beats die ich gerade noch im Ohr habe, mit dem Kopf nicke, mit dem linken Fuß wippe und die Bilder auf dem Bildschirm einfach perfekt tragen! Das unten eingebundene Video gibt euch vom Soundtrack einen perfekten Eindruck. Anschauen ist Pflicht!

Weitere Features im Spiel:

  • 360°-Kampf: Rundum glücklich um die Welt ballern! Als Scharfschütze genüsslich deine Feinde aus sicherer Entfernung aus den Latschen hauen oder sie im Nahkampf mit einer geballten Ladung deiner Hyper-Schrotflinte zerfetzen? Kein Problem!
  • Klassenbester: Schließe herausfordernde Mission ab und erhalte Zugriff auf vier unterschiedliche Klassen, darunter der Techniker mit seinen durchschlagskräftigen Geschütztürmen und der brandgefährliche Feuerteufel.
  • Dynamische Skills: Erstelle deinen eigenen Fähigkeitenbaum, triff kluge Entscheidungen und verbessere deinen Charakter, um die maximale Power zu erlangen – deine Fähigkeiten ändern sich mit jedem neuen Spiel.
  • Stabile Aufwertung: Erhöhe die Durchschlagskraft deines Charakters durch permanente Upgrades wie dem Kombo-System, dem Medi-Rucksack oder besseren Waffen zu jedem Start.
  • Welten-Mix Deluxe: Handgefertigte, herausfordernde und prozedural generierte Level garantieren eine abwechslungsreiche Spielerfahrung und warten mit allerlei Geheimnissen auf, die es zu entdecken gilt.

Also ich hatte echt meinen Spaß mit Orbital Bullet und kann das Spiel auch im aktuellen Status, wie bereits erwähnt befindet sich das Spiel noch im Early Access, wirklich empfehlen. Der Soundtrack und das Gemeplay hat mich gut genug in die Spielwelt gezogen, um die grafischen Aspekte die ich zu bemängeln habe, zu vergessen. 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=X8B3utuGw64&ab_channel=Pixeltyp
Marco
Marco
Seit 1987 dabei. Von SEGA irgendwann bei der PlayStation gelandet. Hin und wieder auch Mal Maus und Tastatur - aber am liebsten doch mit einem Controller in der Hand.

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