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Sniper Elite 5 – Review

Rebellion erfindet das Rad nicht neu mit einem Sequel in der Sniper Elite-Franchise. Sniper Elite 5 fügt mehr hinzu, bietet den Spieler:innen mehr Freiheiten, da es sich mehr durch Hitman inspirieren lässt, dennoch kann es nicht in allen Aspekten überzeugen.

Der Sniper-Eliteshooter geht im fünften Teil der Serie nach Frankreich und bietet in neun Kampagnemissionen dem Spieler mehr Freiheiten an. Das Gameplay bleibt recht identisch; die Entwickler haben sich jedoch etwas mehr Mühe im Leveldesign gegeben, dadurch sind die Levels deutlich weitläufiger, aber bieten nicht mehrere Pfade an, euer Ziel zu erreichen. Da aber nun Rebellion die Levels deutlich größer gestaltet hat, fordern die Devs von den Spielern sich mehr Zeit für die Planung zu teilen. Eine Mission kann ruhig eine Stunde dauern, einige bei meinem Durchlauf dauerten sogar 90- bis 120 Minuten. Dennoch habe ich gemerkt, je näher ich zu meinem eigentlichen Ziel komme, desto weniger Pfade bieten sich mir an. Das ist für mich leider ein Dorn im Auge, insbesondere wenn man das ganze Dorf in Alarmbereitschaft gelegt hat, da ich zu unvorsichtig war.

Dennoch gebührt den Entwicklern Lob, da Karl nun auch an Gebäuden klettern kann und das Leveldesign deutlich vertikaler designt worden ist als in den früheren Ablegern. Eine Mission beispielsweise lässt euch an einem Strand starten, führt euch in ein französisches Dorf und schlussendlich landet ihr in einem riesigen Schloss. Dennoch gibt es die Frustration, da es einige Fehler im Terrain gibt. Es gibt Passagen, die man nicht durchqueren kann, und das schränkt euch stark ein. Oder auch kleine Pfade wie etwa durch zwei Bäume, die einfach nicht klappen – das hätte nicht sein müssen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=h5HLwAo5gnw

Ihr habt weiterhin mehrere Tools, um die Nazis zu töten und euer Ziel zu erreichen. Es gibt diverse Munitionsarten für Gegner mit Panzerungen, Fahrzeuge oder für weitere Entfernungen. Darüber hinaus könnt ihr die Gegner mit verschiedenen Gadgets ablenken. Ihr könnt eure Waffen anpassen und nach Belieben modifizieren. Durch das Sammeln von Erfahrungspunkten schaltet ihr im Skill-Tree Perks frei. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich individuell anpassen, bietet daher euch mehrere Optionen an, wie ihr gerne gefordert werden möchtet, was ich sehr begrüße in dieser Serie, da es euch wieder mehr Freiheiten bietet. Die Immersion kann hier wirklich immens gesteigert werden und zugleich der Schwierigkeitsgrad sehr knackig – welches aber wirklich Spaß machen kann! Die Killcam ist natürlich mit dabei und weiterhin ein tolles Feature. Gefüllt mit mehr Details und noch “besseren” Kills. Auch hier könnt ihr individuell anpassen, wie oft ihr die Killcams sehen möchtet.

Neu ist der Invasionsmodus. Dadurch können andere Spieler als Sniper-Jäger in euer Spiel eindringen und Jagd auf euch machen. Das steigert die Spannung deutlich mehr und kann mehr Nervenkitzel erzeugen – hat mir ziemlich gefallen! Technisch ist in Sniper Elite 5 ein ordentliches Upgrades zu erkennen. Die Levels und Detaildichte sind wirklich gut entworfen worden, die Cutscenes dafür deutlich weniger. Im Gesamtpaket sieht es recht gut aus, lediglich die Steuerung als Karl ist manchmal etwas hakelig und nicht allzu präzise, so wie man es gerne hätte. Es läuft in 4K & 60 FPS auf der PS5, auch die Ladezeiten sind ziemlich kurz. Der Dualsense-Support ist ebenso erwähnenswert1 Mit manchen Waffen, wenn ihr die L2-Taste durchdrückt, landet ihr in der 1st-Person-Sicht. Drückt ihr es nur halb durch, seid ihr weiterhin in der 3rd-Person-Sicht. Auch das haptische Feedback wurde ordentlich implementiert.

Das Gesamtpaket ist zufriedenstellend, aber nicht überzeugend. Es ist ein klassisches Sniper Elite-Spiel mit den gewohnten Stärken und Schwächen. Aufgrund der manchmal zu wenig gegebenen Optionen, die ihr zur Verfügung habt, kann euch bereits ein Fehler sehr vieles kosten. Das ist in Hitman anders, da ihr immens viele Optionen zur Verfügung habt. Das Leveldesign kann überzeugen, wie ich es oben in einem Bespiel genannt habe, aber manchmal frage ich mich, wieso bestimmte Passagen nicht begehbar sind oder Terrain-Fehler, die ungewöhnlich sind. Die Killcam ist ein tolles Feature, Stealth macht weiterhin sehr viel Spaß und generell ist das Planen ein schöner Bestandteil. Durch viele Freiheiten in Optionen und Schwierigkeitsgrad, sowie Content, ist ein gewisser Wiederspielwert vorhanden. Darüber hinaus kommt noch der Hordenmodus und Multiplayer hinzu, zudem könnt ihr auch die komplette Kampagne im Koop spielen. Das Sniper-Gunplay bleibt weiterhin äußerst stark, auch der Dualsense-Support hat mir durchaus gefallen. Aber wie schon erwähnt, es ist im Gesamtpaket zufriedenstellend. Habt ihr die vorherigen Ableger schon gespielt, werdet ihr ein Gefühl haben, welches ihr erwarten werdet.

Olu
Olu
Ich zocke im Grunde genommen nahezu alles, Ausnahme sind eher MMOs und Fighting Games. Ganz großer Fan von Sonys 1st-Party-Spielen!

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